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Joelle Davidovich Pomponette, genannt Pompo, produziert B-Filme am laufenden Band. Nachdem sie ihrem Assistenten Gene Fini die Herstellung eines Trailers überlässt, landet dieser alsbald auf dem Regiestuhl für den von ihr geschriebenen Film „Meister“. Und so klischeehaft dieser auch daherkommt, so ist es auch „Pompo: The Cinéphile“ von Takayuki Hirao.

Man sieht schnell hierin eine Liebeserklärung ans Kino, an das Medium Film. Hirao bedient sich dafür allerlei Techniken wie Überblenden oder netten Einfällen wie dem Auge als Kamera. Aber auch die Erzählung selbst schöpft mit ihren Rückblenden und ihrer Struktur aus der filmischen Werkzeugkiste. Nicht immer ist das elegant eingewoben, wobei man unterstellen mag, dass dies zum Konzept gehört. Das eigentliche Werk ist so konstruiert wie der Film im Film, sodass ich das einfach als Schriftart dieses Briefs in Kauf nehme, den Hirao an das Medium verfasst.
Wirklich albern ist allerdings die ganze Sequenz beim Bankmeeting und auch der immer wieder übermütige bis panische Ton kann mal nerven. Auf die Gesamtlänge (ganz großes Thema, Anm. d. Red.) bezogen ist das allerdings tolerabel. Visuell ist die Mischung aus klassischer Animation und etwas CGI ansprechend, wenn in der Päsentation auch manchmal etwas zu körperbetont.

„Die Anrede ist nicht gut für mein Herz.“

Ein übermütiger und wenig dramatischer Brief an das Medium Film, der nicht immer überzeugt, sich aber unterhaltsam liest. Mit ein paar Verweisen auf andere Werke, etwas Humor, Klischees und auch manch streitbarer Ansicht (visuell und inhaltlich) macht „Pompo“ durchaus Laune. Über Kunst und Kommerz, das Filmemachen sowie ein paar Schattenseiten. Unterhaltung eben. Wie Pompo es mag.

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