Asylum setzt auf Frutti Di Mare, nachdem Haus- und Hofregisseur Glenn Miller mit seiner „Zoombies“-Reihe bereits andere Tierbereiche zu untoter Spezies mutieren ließ.
Im Shiny Sea Aquarium läuft an jenem Morgen etwas schief, als einem Octopus ein Präparat verabreicht wird, welches aufgrund seiner toxischen Wirkung längst vernichtet sein sollte. Der Octopus greift zwei Pfleger an und schon bald sind weitere Meeresbewohner vom Virus befallen. Die wenigen Anwesenden um Veterinärin Miranda müssen sich einen Weg durch den abgeriegelten Komplex suchen…
Da haben die Macher einmal mehr im Bodensatz talentfreier Mimen gefischt und sind problemlos fündig geworden. Einer Vivicia A. Fox („Independence Day“) nimmt man die Funktion einer Sicherheitschefin noch locker ab, doch die übrigen Mimen bewegen sich recht unbeholfen durch die Gegend und werden zudem mit wenig gehaltvollen Dialogen ausgestattet. Etwa, als es überdeutlich von der Decke tropft: „Das ist Wasser!“
Viel Abwechslung wird durch den Komplex des Aquariums nicht geboten, zumal sich die Abläufe stets wiederholen: Eine Mutation blockiert den Weg und es muss entweder drum herum geschlichen oder eine Alternative gesucht werden, während außerhalb zwei unterbelichtete Feuerwehrmänner eine Möglichkeit zum Entern suchen, wodurch der Kern der Chose noch weiter ausgebremst wird. Immerhin liefern sich zwei Pfleger ein paar taugliche Schlagabtausche, was ein wenig Lockerheit in die ansonsten überraschend ernst gehaltene Erzählung bringt.
Das Hauptaugenmerk liegt natürlich bei den unterschiedlichen Bedrohungen, obgleich Meerestiere außerhalb des Wassers nur selten agil unterwegs sind. Der Octopus verändert je nach Umgebung auch mal seine komplette Statur und kann offensichtlich wachsen, sich aber auch relativ klein machen, während durch den Flur latschende Krokodile okay gestaltet sind und auch ein Walross bewegt sich einigermaßen authentisch. Richtig trashig wird es bei blutsaugenden Seesternen, aber auch Krabben, welche eindeutig irgendwelchen Spinnen nachempfunden wurden, sorgen in einigen Szenen für Erheiterung.
In Sachen Spannung ist bei alledem nicht viel mitzunehmen, die FSK16 spiegelt sich in einer einzigen grafisch dargestellten Verletzung in Form einer tödlichen Halswunde wider und lediglich der zweckdienliche Score treibt passabel an, obgleich das Tempo erst zum Finale ein wenig angezogen wird. Die wenig inspirierende Herangehensweise verhindert den Partyspaß, der angesichts diverser Bedrohungen möglich gewesen wäre, - für Trashfreunde, die sich aufs übliche Asylum-Niveau einlassen können, geht er noch so eben durch.
Knapp
5 von 10