Arnie reist wieder durch die Zeit, um John Connor ein weiteres Mal zur Seite zu stehen.
Story:
Vor mehr als 10 Jahren gelang es John Connor (Nick Stahl) mit Hilfe des T-800 (Arnold Schwarzenegger), den drohenden Weltuntergang abzuwenden. Heute lebt er als Obdachloser am Rande der Gesellschaft, ohne dass man eine Spur verfolgen könnte. Doch dann kommt unverhofft unangenehmer Besuch aus der Zukunft - Der T-X (Kristanna Loken), ein weiblicher Terminator, der noch weiterentwickelt ist als seinerzeit der T-1000. Ganz auf sich allein gestellt ist er aber nicht, denn ein neuer T-800 wird ebenfalls zurückgeschickt, um ihn und seine zukünftige Frau Kathrin Brewster zu beschützen. Keine leichte Aufgabe für den technisch veralteten Terminator...
Schlappe 12 Jahre hat's gedauert - dann kam Arnie nochmal mit der Rolle zurück, die ihm zu Weltruhm verhalf. Die große Frage war: Konnte der 3. Teil die hohe Erwartungshaltung erfüllen? Nein, nicht ganz, auch wenn er schon ziemlich nah dran ist.
Einige Faktoren verhindern da den Aufstieg zum Kultfilm. Zum einen fehlt die düstere Endzeitatmosphäre, die beide Vorgänger - und besonders Teil 1 - auszeichnete. Viele selbstironische Sprüche nehmen dem Terminator seine bedrohliche Aura und lassen ihn viel zu kumpelhaft erscheinen. Humor ist ja in Ordnung, um die Handlung aufzulockern, aber hier wurde er einfach an den falschen Stellen eingesetzt und wirkt unpassend ("Sprich mit der Hand!"...). Das war bei Teil 2 definitiv besser. So sehr sich Nick Stahl auch bemüht, an die Klasseleistung von Edward Furlong kommt er nicht heran, Schmerzlich vermisst habe ich auch Linda Hamilton a.k.a. Sarah Connor, einer der wichtigsten Charaktere der anderen Filme. Tja, und zu guter letzt fehlt auch das kultige Theme am Anfang des Films.
Diesen kleinen Mängeln zum Trotz - der Film ist goil. Die Action geht ab ohne Ende und die Effekte sehen - trotz massig Einsatz von CGI - einfach unverschämt gut aus. Obwohl ich mir manches Mal gewünscht hätte, dass man vielleicht etwas weniger spektakulär, dafür aber handgemacht zu Werke geht als praktisch alle Actionszenen per Computer zu erstellen. Der zweite Teil war ja einer der ersten Filme, bei dem moderene CGI-Effekte eingesetzt wurden. Im Gegensatz zum dritten Teil allerdings noch sparsamer und an den richtigen Stellen als Ergänzung zu den händigen Special-FX.
Im Zuge der Emanzipation der letzten 20 Jahre hat sich nun dazu entschieden, einen weiblichen Terminator durch die Zeit zu schicken und so durfte hier die unverschämt sexy aussehende Kristanna Loken auf die Jagd gehen. Die ist mit Hightech nur so vollgestopft, geht aber in letzter Konsequenz nicht so rigoros vor wie seinerzeit Robert Patrick oder gar Arnie himself anno 1984. Wer sich ihr in den Weg stellt, wird zwar umgehend terminiert, nur eben nicht so gnadenlos. Arnie hat als Beschützer dagegen so einiges zu tun, um John und Kathrin die Haut zu retten. So wird er bzw. sein virtuelles Double per Kran durch einen Straßenzug in L.A. geschleift, wo so einiges zu Bruch geht. Er bekommt den Kopf halb abgetrennt, Toilettenschüsseln über selbigen gebrummt und steht am Ende logischerweise doch als Sieger da, wenn er mit seiner zweiten Brennstoffzelle die Überreste von Kristanna in tausend Stücke zerfetzt.
So brutal es sich jetzt auch anhören mag, viele explizite Details sind nicht gerade zu sehen. Das ist natürlich schon schade, denn gerade so ein Film lebt ja von der praktizierten Gewalt, die sich hier aber überaus harmlos gibt. Warum es dafür ein R-Rating gab, wissen wohl auch nur die Zensurbehörden. Der Erstling steht gewalttechnisch jedenfalls immer noch an oberster Stelle und auch Teil 2 war in dieser Hinsicht härter.
Fazit: Trotz kleiner Mängel macht auch der dritte Terminator einen sehr guten Eindruck und bietet rund 100 Minuten sehr kurzweilige Unterhaltung. Da das Ende ja mehr oder weniger offen ist, bleibt die Hoffnung auf Teil 4 bestehen. Da sich ja Gerüchte halten, Arnie würde nochmal den Sprung auf die Leinwand wagen, darf man durchaus mal gespannt sein. Ich würd's mir wünschen.
9 von 10 Punkten