Arnie is back! Und schon im Voraus wir viel Wirbel um nichts bzw. nichts Atemberaubendes gemacht, denn was an Terminator am meisten erstaunt ist, dass Action-Arnie, als T800 , noch genauso fit ist wie vor 10 Jahren.
Denn erneut ist es die Aufgabe Schwarzeneggers, alias The Terminator, den nun erwachsen gewordenen, John Connor zu beschützen.
Vor nichts geringerem als, ja vor was? Genau! Einer weiblichen Terminatoreinheit.
Und da stellt sich einem doch die Frage, wollte man mit einer weiblichen Terminator-Einheit etwas neues auf die Leinwand bringen, oder sollte die weibliche Schärfe den nötigen Reiz bieten sich den Film auf der Leinwand anzusehen.
Alles in allem sehe ich T3 nur als Kommerz an, da die Story auf keinste Weise überzeugen, kann, da sie an vielerlei Stellen an die Handlung von Teil 2 angeknüpft ist. Sie sogar schon beinahe eine Parodie dazu bietet.
Wo ein kritischer Zuschauer in den ersten beiden Teilen die Logikfehler gesucht und analysiert hat, so fällt hier jedem Teenager auf, das der Film nur so von Filmfehlern strotzt, was durch die banale Stroy noch leichter zum Vorschein kommt.
So fragt man sich doch, woher der T800 weiß, dass die Autoschlüssel über dem Rückspiegel sind? Ist er doch ein anderer Terminator als der aus Teil 2, und dem hat John Connor erklärt, dass die Schlüssel dort versteckt sind. Außerdem ist man über die sagenhafte Resistenz des Terminators überrascht, wurde er doch in Teil 2 glatt von einer Eisenstange im Abdomen ausgeschaltet und wurde er in Teil 1 von einer Schrottpresse vernichtet, so kann er in T3 meterweit, an einem Kran hängend, durch Häuser gezerrt werden und eine 5 m dicke Stahlwand eines Atomschutzbunkers nach oben drücken.
Damit aber noch lange nicht genug. Auch ansonsten bleibt der Zuschauer von kleinen Logikfehlern nicht verschohnt. Hackt sich die Terminatrix doch in das 800er Model ein um Connor auszuschalten, anstatt dessen Form anzunehmen und sich als Freund auszugeben.
Sogar am Ende wenn Connor in den Händen des T800 beinahe zu Müsli verarbeitet wird kann er sich durch die Frage nach dem Auftrag des Terminators, erretten. Wobei der T800 doch gar nicht authorisiert ist weder Fragen von Connor zu beantworten, noch Befehle von ihm auszuführen. Höchst seltsam! Naja unterstellen wir ihm mal, dass die Maschine, ohne Emotionen, gelernt hat zu fühlen.
Abschließend frage ich mich noch warum der Terminator noch reden und die Terminatrix greifen kann, nachdem er sein letztes, ach so wichtiges, Energiesystem entfernt hat. Müsste er da nicht abschalten?
Naja, genug mit den Fehlern, auch wenn es noch einige gibt.
Natürlich ist der Film nicht der pure Schrott, sondern hat auch seine ganz eigenen Momente.
Die Verfolgungsjagd ist immerhin recht hübsch anzuschauen und auch die Mann-Frau Kämpfe zwischen Arnie und seiner weiblichen Gegenspielerin sind ganz nett gestaltet.
Allerdings halte ich den Film im Ganzen gesehen für nicht blutig genug, um ihm eine FSK 16 Freigabe anzuhängen. Ich denke wenn nicht ein DC auf DVD erscheint, wird die FSK mal ein Auge zudrücken und den Film auf 12 abstufen.
Ehrlich gesagt sieht man ja nur einmal richtig was, und das ist die Szene im Wagen, wo der Polizist von hinten durchbohrt wird.
Gelungen allerdings sind die Special-Effects, die auf der ganzen Linie richtig einschlagen. Zwar sehen die rollenden Kolosse noch etwas schwerfällig aus, aber sie sind ja nunmal die Prototypen einer rießigen Armee von Maschinen.
Trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit können sie Arnie nicht das Wasser reichen, was diesen unweigerlich zum Hauptakteur macht, und das ist er auch. In Sachen Schauspielkunst ist er allen anderen Mitwirkenden weit überlegen und da macht es auch nichts aus, wenn der ein oder andere Spruch etwas dämlich ist.
Der Film bietet sogleich zwei Überraschungen. Wie schon erwähnt ist zwar die Handlung eingerostet, nicht aber Arnold Schwarzenegger. Und zum Zweiten steht uns ein vierter Teil bevor, von dem wir nicht viel erwarten, aber das Beste erhoffen.