Nachdem er damals als Kind gemeinsam mit seiner Mutter Sarah und einem umprogrammierten T-800 vermeintlich den Tag des jüngsten Gerichts verhindern konnte (siehe "Terminator 2 - Tag der Abrechnung"), lebt John Connor ohne festen Wohnsitz und in ständiger Furcht, dass die Machinen doch noch einen Aufstand veranstalten werden und versucht, sich einem weiteren Zugriff von SKYNET zu entziehen. Tatsächlich taucht mit dem Terminator Modell T-X wieder ein Killer-Roboter aus der Zukunft - diesmal in Gestalt einer Frau - auf, der zunächst eine Todesliste abarbeitet und als erstes John Connors zukünftige Gefolgsleute im Kampf gegen die Maschinen eliminiert, bevor er seine Aufmerksamkeit auf ihn richtet. Zum Glück gibt es da aber auch noch einen mittlerweile veralteten Terminator T-850, der in der Zeit zurückgeschickt wurde, um John Connor und die Tierärztin Kate Brewster zu schützen, deren Vater Robert im Auftrag der Regierung als Entwickler von SKYNET kurz davor steht, seiner Schöpfung den Zugriff aufs Internet zu gestatten... und so innerhalb von wenigen Stunden den atomaren Holocaust verursachen wird, der mehrere Milliarden Menschen das Leben kostet... Ohne James Cameron als kreativen Impulsgeber ist es von Vornherein nicht zu erwarten gewesen, dass "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" als verspätete Fortsetzung mit seinen beiden Vorgängern würde mithalten können und wenn man ihn nach dem Ansehen an dem 1984er-Original oder dem 1991er-Sequel misst, kann er in der Tat nur verlieren. Trotzdem kommt mir dieser dritte Teil allgemein etwas zu schlecht weg, denn als wieder mal bombastisch aufgemotzte Sci-Fi-Action made in Hollywood hat das Ganze immer noch unzweifelhaft seine Qualitäten. Ob die Notwendigkeit für ein Weiterführen der Geschichte rund um John Connor da wirklich gegeben war, sei mal dahingestellt, denn immerhin wird schon direkt zu Beginn das hoffnungsvolle Ende von "Terminator 2 - Tag der Abrechnung", bei dem SKYNET final besiegt geglaubt und die Zukunft wieder ungewiss gewesen ist, regelrecht negiert, was so manchem Fan übel aufstoßen könnte. Inhaltlich ist der Streifen dann auch fast schon nur noch ein reines Remake, das dieselbe Handlung der beiden vorhergehenden Filme nur dezent variiert und und welches ohne größere Innovationen auskommen muss... zumindest, bis der negative Schluss erreicht ist, bei dem sich die Drehbuchautoren John Brancato und Michael Ferris (die seit dem B-Actioner "F-117 A Stealth-War" die Karriere-Leiter stetig hochgekraxelt sind) echt was getraut haben und fast schon folgerichtig nach vielem Hin und Her schließlich doch noch der Tag des jüngsten Gerichts anbricht. Während der Grad an Gewalt und Brutalitäten ein Stück weit runtergeschraubt wurde, atmet das Ende dagegen fast schon den Geist des düster-dystopischen 70er-Jahre-Genrefilms... wie überraschend. Über die Neubesetzung des John Connor-Parts mit Nick Stahl kann man diskutieren, wobei Edward Furlong sich durch seine Drogensucht ja mal eindeutig selbst ins Abseits geschossen hat. Was aber auf jeden Fall funktioniert ist der erneute Auftritt von Arnold Schwarzenegger in seiner Parade-Rolle als stoische Killer-Maschine, der hiermit vor seiner Leinwand-Pause und dem Zwischenspiel als "Gouvernator" nochmal ein filmisches Ausrufezeichen setzen konnte. Weniger erinnerungswürdig, aber immer noch okay, ist dagegen Kristanna Loken als hochtechnologisiertere Terminatrix, die dem von Robert Patrick gemimten T-1000 aber nicht das Wasser reichen kann. Unter der Ägide von Jonathan Mostow, der sich sicherlich durch seinen Stunt-intensiven Kurt Russell-Thriller "Breakdown" hierfür empfohlen haben dürfte, ist "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" dann auch nicht gänzlich zu einem Event und monolithischen Must-See-Meilenstein der Filmgeschichte geworden - denn dazu hätte es wieder einen James Cameron auf dem Regie-Stuhl gebraucht, newa? - aber in Sachen F/X-Overkill und Nonstop-Action kann sich das alles durchaus immer noch sehen lassen. Ich denke, über 20 Jahre später dürfte "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen" doch etwas wohlwollender betrachtet werden, insbesondere, wenn man sich da zum Vergleich den aktuellen, ziemlich desolaten Zustand des Hollywood'schen Kommerz-Kinos vor Augen hält. Also, ich mag ihn ziemlich gerne und halte ihn für den drittbesten Film der Reihe.
8/10