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Unendlich Leben sind langweilig


Keine neue, aber eine eigentlich recht coole, kurzweilige, fast videospielartige Idee liegt „Infinite“ zu Grunde. Menschen, die immer wiedergeboren werden und sich (anders als der Rest) auch an alle Leben und deren Wissen erinnern können. Die ganze Welt steht auf dem Spiel. Irgendwo zwischen „Highlander“, „Terminator 2“, „Assassins Creed“, „Cloud Atlas“ und „Self/less“. Das könnte viele Zeitebenen, Kawumm und sogar Philosophisches verbinden. Könnte. Denn „Infinite“ lässt jede Gelegenheit zu Mehrwert und Qualität links im Matsch liegen, liefert leider nur einen bierernsten und dennoch lächerlichen Mix, der an Seelenlosigkeit selbst im oft kreativ- und mutlosen Hollywood schwer zu unterbieten ist…

Ein ganz übler Fall von und für Fuqua

Nachdem Netflix regelmäßig mit aufwändigem und groß vermarktetem Murks wie „Project Power“ seinen vielen lohnenswerten Produktionen (a la „Power of the Dog“) den Weg zum Zuschauer verbaut, zeigt auch Amazon mit „Infinite“, dass sie großspurig Fehlkäufe betätigen können. Und ein Paramount freut sich natürlich den Schrott noch einigermaßen kostendeckend losgeworden zu sein. Erst recht wenn man ihn später sogar noch selbst auf Disc veröffentlichen kann. Oder in ihrer Heimat (das dem Untergang geweihten) Paramount+ füttern zu können. Doch egal welchen Zugang man zu dem Action-/Sci-Fi-/Fantasy-Schrottakel findet, egal was hinter den Kulissen abging - ich kann mir eigentlich niemanden vorstellen, der nach „Infinite“ sagt, dass die investierte Zeit sinnvoll war. Eher wird man sich schwarz ärgern nicht lieber einen Spaziergang oder die Steuern gemacht zu haben. Wahlberg verleiht seinem Autopilotstyle mehr „Tiefe“ denn je. Alle spielen es ernster und dummer runter als die Polizei erlaubt. Viele Effekte sind grottig, die Action katastrophal choreographiert ab Minute eins. Noch nichtmal Big Budget-Trash. Viel mehr ein Nichtsnutz von Film und nur leidlich unterhaltsam. Dagegen wirkt „The Tomorrow War“ fast meisterhaft. Flach. Krach. Runter den Bach. Klopapierkommando. Sophie Cookson bleibt süß. Der Rest ist… Rest?! 

Fazit: Hollywoodausschussware der untersten Schublade - teuer, blass, austauschbar, unnötig, schlecht! 

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