Großartiger Monstertrash, der ungewohnter Weise nicht aus Japan, sondern aus dem Hause der Shaw Brothers kommt.
Nachdem seine Expedition aufgerieben wurde bzw. die Überlebenden die Flucht ergriffen haben, entdeckt Danny Lee im Dschungel nicht nur eine hübsche Blondine in einem etwas zu knappen Bikini sondern auch deren Schützling, einen riesigen Affenmenschen, den "Mighty Peking Man". Der hat das Mädchen großgezogen, nachdem dieses mit ihren Eltern im Dschungel abgestürzt ist. Danny verliebt sich natürlich in den weiblichen Tarzan und möchte sie und - im Interesse seines Auftraggebers - den Peking Man mit in die Zivilisation nehmen. Dort wird der arme Riese für Shows missbraucht, während Dannys Auftraggeber sich auch an die Blondine ranmacht. Als er sie zu vergewaltigen versucht, bricht der Riese aus und beginnt die Stadt zu verwüsten...
Mighty Peking Man klaut natürlich schamlos bei King Kong, aber er macht einfach Spass, zumindest, wenn man einen gewissen Fable für Godzilla & Co hat: Der Mittelteil im Dschungel bietet zwar keine Monsteraction, dafür aber jede Menge Kitsch und das tschechische Model Evelyne Kraft, das wie Tarzan munter von Liane zu Liane schwingt und bei der sich männliche Zuschauer sowieso nur fragen, wann ihre linke Brust endlich aus dem Bikini springt. Netterweise weigert sich die Dame auch in der "Zivilisation", anständige Klamotten zu tragen und bleibt uns so auch in der Großstadt im knappen Outfit erhalten. Dass Konga technisch keine Granate ist, muss man sicherlich nicht extra erwähnen, so wie bei Godzilla stapft ein Mann im Kostüm durch mehr oder weniger schlecht gemachte Miniatur-Sets und ein paar schreckliche Rückprojektionen gibt es auch zu beachten.
Die deutschen Veröffentlichungen haben bislang immer ein wenig Federn lassen müssen, da der Film z.B. bei der versuchten Vergewaltigung ein wenig die Grenzen familienfreundlicher Unterhaltung überschreitet... Richtig Kunstblut gibt es auch zu sehen, als ein Tiger einem Expeditionsmitglied ein Bein abreißt - komischerweise erwähnen die Schnittberichte diese Szene nicht in der deutschen Fassung, wobei sie definitiv die härteste des Filmes ist und es schon verwundern würde, wenn das drinnen geblieben wäre, während man das völlig unblutige Zerstapfen von zwei Passanten entfernt hat.
Wie dem auch sei, die beste Fassung ist ohnehin die günstige US DVD, die den Film im Gegensatz zur Hongkong DVD in anamorphem Widescreen präsentiert. Diese Fassung ist zwar englisch synchronisiert, das aber recht ordentlich und irgendwie passt eine Synchro auch zum diesem höchst unterhaltsamen Trash-Erlebnis.