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Die Grundidee ist durchaus reizvoll: Hugh Jackmanns ermöglicht seinen KlientInnen als "Erinnerungsbegleiter" den Zugang zu deren Vergangenheit – ein schöner Eskapismus aus deren düster-dystopischem Alltag. Eine mysteriöse Schöne bringt dann natürlich alles durcheinander und einen Kriminalfall mit VERTIGO-Anleihen ins Rollen. Das klingt allerdings leider mal wieder interessanter, als es letztlich umgesetzt ist.

Lisa Joy hat als Showrunnerin von WESTWORLD zusammen mit Jonathan Nolan eine der aufregendsten und intelligentesten TV-Serien der letzten Jahre verantwortet.

Um so mehr verwundert dieser in nahezu jeder Hinsicht gescheiterte Versuch eines „SciFi-Noir“ – von den klischeehaften Figuren über das pathetische Voiceover, das besser zu einem Batman-Videospiel gepasst hätte, bis zum kitschigen Ende.

Rebecca Ferguson ist als geheimnisvolle sexy Femme Fatale reichlich fehlbesetzt (ein Rollentausch mit Thandiwe Newton wäre passender gewesen), statt Chemie gibt‘s starbesetzte Stockbildchen und überhaupt hat der Film außer einem klimabedingt überschwemmten Miami und einer einzigen guten Actionszene (von insgesamt zwei) so gut wie keine Schauwerte zu bieten.

Das Schlimmste: Der Film ist schlichtweg unglaublich langweilig.

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