Review

Kreuzritter George lebt im 12. Jahrhundert. Erst vor kurzem befand er sich noch auf einem Kreuzzug und will nun endlich nach England zurückkehren. Nach zahlreichen Schlachten möchte er sesshaft werden und macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Fleckchen Grund. Begleitet wird er von seinem Freund, dem Mauren Tarik , den er auf einem Kreuzzug kennenlernte. Zuhause angekommen, trifft George auch schon auf König Edgar , dessen schöne Tochter, Prinzessin Luma , spurlos verschwunden ist. Der kühne Recke findet heraus, dass die Holde von einem bösen Drachen entführt wurde. Wird er die schöne Prinzessin aus den Klauen des Ungeheuers befreien können?
Das Cover verspricht ein Abenteuer Comedy Werk und das trifft ausnahmsweise sogar absolut zu. Wer hier blutige Schlachten oder mordlüsterne Drachen erwartet, hat definitiv das FSK 6 Schildchen übersehen. Georges Abenteuer werden da natürlich kindgerecht präsentiert, ein einziges Mal fließt Blut und das stellt sich zudem noch als Rotwein heraus. Der Humor ist glücklicherweise eher dezent, ohne in Slapstickeinlagen auszuarten. Es gibt einige Szenen über die man auch als Erwachsener grinsen kann, besonders die Kämpfe sind eindeutig auf funny Entertainment konzipiert. Die Schauspieler harmonieren gut untereinander und verleihen dem Treiben ihren Teil zum Gelingen bei. Patrick Swayze kommt zwar langsam in die Jahre und gesundheitlich gings ihm damals auch nicht wirklich gut, zeigt aber besonders im Zusammenspiel mit James Purefoy, das er das komödiantische durchaus in seinem Repertoire hat. Auch Michael Clarke Duncan und Stefan Jürgens schienen ihren Spaß gehabt zu haben. Der Look ist ebenfalls gut gelungen, die Kostüme wirken authentisch wie aus dem 12. Jahrhundert, die Sets sind liebevoll gestaltet, die Kamera liefert gelungene Naturaufnahmen und sogar der Drache ist gut animiert. 
Alles in allem ist der Film ein charmanter Abenteuerspaß, kann man als nice and friendly Familienunterhaltung auch mal mit den Kiddies ansehen. Für die Erwachsenen wirkt die Story zwar etwas arg zusammenkonstruiert, gelegentlich auch ziemlich unlogisch, wenn bsp. erfahrene Söldner zu blöd sind die Spur eines sehr schweren Lastkarrens auf Waldwegen aufzuspüren, oder George als Drachentöter gefeiert wird, obwohl weit und breit kein Kadaver des Riesenviechs zu sehen ist, aber egal anschauen kann man sich den Film allemal, da besonders das Finale gut unterhalten kann, wenn vier oder fünf Parteien gegenseitig aufeinander los kloppen und sich dabei ständig die Fronten und Kräfteverhältnisse ändern. Wer bei Abenteuerfilmen keine Leichenberge erwartet kann hier ruhig mal reinschauen.
6/10

Details
Ähnliche Filme