Review

11:14 - Elevenfourteen (2003)

Greg Marcks erste Langfilm Regiearbeit '11:14', hält einer Zweitsichtung leider nur noch äußerst mäßig stand. Eine vorgetäuschte Schwangerschaft von Cheri (Rachael Leigh Cook) und der Versuch damit Kohle von beiden in Frage kommenden, vermeintlichen Erzeugern zu erpressen geht gründlich in die Hose und löst eine nicht unerhebliche und teils blutige Kettenreaktion aus. Die verschachtelt-episodenhafte Handlung, abwechselnd erzählt aus der jeweiligen Sicht diverser Beteiligter, ist zwar einerseits recht flott und kurzweilig in nur knappen 82 Minuten rückblickend inszeniert und kommt schnell zur Sache, spart dafür aber etwas an tricky, Tiefe und Toll. Außer eines illustren Darsteller-Ensembles, und hier und da okayen Szenen hat der Film am Ende leider nicht viel mehr zu bieten. Die Dialoge sind Durchschnitt, der Score eher schlecht, der Inhalt bei näherer Betrachtung fast belanglos. Für ein Regiedebut sicher einerseits relativ beachtlich und nicht frei von Ideen, andererseits sticht hier nichts besonders hervor und es bleibt ohne wirklich nennenswerte "Oha"-Momente. Dank der leicht flachen Charakterzeichung ist zudem ein Mitfiebern mit den Protagonisten kaum gegeben. Ein klassischer One-Look-Film, der von erinnerungswürdig einige Meilen weit entfernt ist und eher die Mimimi-Frage aufwirft: Wie bitte soll dies alles in knapp 20 Minuten passiert sein? Am Ende fehlt der Coolnessfaktor und die wirklichen Knalleffekte. Deutlich mehr "Schwärze" hätte gut getan und die erwünschte Komplexität kommt auch nicht richtig zum Zug. So kann ich fast pünktlich zum Fazit kommen:

Der Film war stets bemüht, der Wille war da, das Ergebnis eher so lala. Richtig zündend Zufriedenstellen geht anders. Huch schon 11Uhr14, ich muss weg.

Wertung: 6,5 von 10 löchrigen Bowlingkugeln

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