Inszeniert und geschrieben von Jimmy Wang Yu, der auch gleich die Hauptrolle übernahm, dreht es sich in dem von den Shaw Brothers produzierten Eastern-Klopper um den Kung Fu-Schüler Lei Ming, der den Tod seines Meisters rächen will. Dieser wurde von schurkischen Japanern beseitigt und mit ihm ein Großteil der anderen Schüler. Außerdem machen sich die Fremdlinge noch in der Stadt breit, erpressen, betreiben Glücksspiel und überhaupt sind das ganz üble Gesellen, diese Japaner. Auf diesem Niveau bewegt sich „The Chinese Boxer“ durch seine Geschichte, die recht flach gehalten wird und in der Gut und Böse plakativ voneinander getrennt sind.
Letztlich lebt der Film von den Kampfszenen und von diesen gibt es ein paar, wobei man auch nicht mit roter Farbe spart. Dazu noch die obligatorische Trainingsmontage des Helden, der sich auf die Umsetzung seiner Rache vorbereitet. Darstellerisch reißt das nicht so viel, verortet sich zweckdienlich im Szenario. Und dieses setzt einem einfach mal ein paar Dinge vor, die man so schlucken muss. Bei all den Auseinandersetzungen scheint es sowas wie eine Polizei nicht zu geben und Lei Ming bringt sich rubbeldiekatz eine neue Kampftechnik selber bei. Dazu segelt der Synthie über die Tonspur und Schneegestöber im Studio macht alles gleich eine Ecke ansehnlicher, spielt sich das Ganze doch in gelungenen Kulissen und kräftigen Farben ab.
„The Chinese Boxer“ ist ein netter Eintrag ins Genre, der zwar inhaltlich platt und dramaturgisch simpel daherkommt, aber mit seinen (mitunter überraschend suppigen) Kloppereien und einer gewissen Kurzweil punkten kann.