Review

Fear Street Teil 1 hat schon mächtig Tempo mit dem es voran schreitet. Es gibt im Grunde keine Atempause und keine Gelegenheit die Geschehnisse die auf einen einprasseln mal zu verarbeiten und zu verdauen. Das ist auf der eine Seite schon echt cool, auf der anderen Seite hat man hier deswegen aber auch gar keine Höhen und Tiefen denn dafür ist einfach keine Zeit da. Jede Szene ist in enges Zeitkorsett gepresst und gibt dem Film keine Gelegenheit mal richtig Spannung aufzubauen. Alles ist eher ein durchgehender Adrenalinrausch, wie eine Achterbahn in popig bunten Farben und den Netflix typischen Teens.

Trotzdem schafft es der Film zu unterhalten. Ich hatte keine Sekunde Langeweile und freu mich schon auf den zweiten Teil. Vom Look und Feel ist das ganze eine Mischung aus 80er und 90er Jahre Filmen. Wer sowas also mag darf sich hier gut bedient fühlen.

Einziges Manko wie gesagt ist das benannte Zeitkorsett so das alle Szenen, Aktionen und Gefühle einfach wie eine große Welle auf einen herein fluten und über einen hinwegspülen. Zeit zum Luft holen oder Nachdenken hat man nicht, denn die nächste Welle folgt auf dem Fuß. So wird das ziemlich brutale Ableben einiger Charaktere dann auch gar nicht weiter behandelt, ganz so als ob es alltäglich für die Teens wäre sowas mitzuerleben.

Ingesamt ist Fear Street schon ziemliches Fast Food, aber wenigstens der saftige Royal Cheese mit Käse der einem im Mund so richtig saftig zergeht. Nichts für Feinschmecker oder Leute mit hohen Anspruch.

Gut für Leute die 80er Optik, Scream und die  Gänsehaut/Goosebumps Filme mögen. Hirn ausschalten und rein fahren.

Schwanke zwischen 7 und 8 Punkten, vergebe aaber mal in Vorfreude auf Teil 2 die höhere Punktzahl.

8/10 Brotschneidemaschinen

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