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Ein schwermütiger Kostümfilm über Hexerei und Hexenjagd beendet die Netflix-Slasher-Festspiele des Sommers 2021 - bis sich das letzte Kapitel der Trilogie in der Mitte plötzlich dazu entscheidet, doch lieber wieder anno 1994 stattzufinden. 1666 war eh nicht das geeignete Jahr für die Erzähler mit ihrem doch vorhandenen, wohl oder übel zeitgemäßen Hang zu Woke-Feminismus und Diversität, was im 17. Jahrhundert einfach nur deplatziert und absurd wirkt. Im nächtlichen Einkaufszentrum und mit einer kurzen Battle Royal der Meuchelmörder wird dann doch noch so etwas wie ein einigermaßen zufriedenstellender Abschluss für eine Reihe gefunden, die mit ihrem komplizierten Geflecht aus Zeitebenen eh insgesamt nur mittelprächtig war. Immerhin konnte sie sich mit jedem weiteren Teil in puncto Blutgehalt steigern, was aber auch daran liegt, dass immer mehr bisherige Splatterszenen erneut gezeigt wurden.