Review

Dieser Film hat nichts mit dem dem gleichnamigen deutschen Slasher gemeinsam. Es ist so eine Art Drama mit einer Priese Erotik.

Schriftstellerin Sarah Morton zieht sich in das Haus ihres Verlegers zurück um in Ruhe an ihrem neuen Buch zu arbeiten. Dort taucht dann allerdings ganz unerwartet seine Tochter auf. Anfangs hatte Swimming Pool mich an Shining erinnert. Die beiden Filme kann man sicher nicht miteinander vergleichen, doch aufgrund der Tatsache das die Schriftstellerrin sich hier wegen einer Schreibblockade in das Haus verkrümmelt ließ mich an Jack Torrance denken.

Ich habe so an sich erst mal kein Problem mit Swimming Pool. Der Film unterhält ganz ordentlich und er ist auch nicht langweilig. Ich erwartete allerdings einen Thriller, und das war wohl ein Fehler. Swimming Pool ist irgendwie mehr auf die Erotik fixiert als auf die Spannung. Damit habe ich eigentlich kein Problem. Ludivine Sagnier ist ganz hübsch und es ist nett sie in Bikini am Pool liegen zu sehen und sie im hübschen weißen Badeanzug durch den man einbisschen schon durchgucken kann dort schwimmen zu sehen. Einbisschen Erotik hat noch keinem Film geschadet. Doch, einwenig knisternde Erotik und ein hübsches Mädel im Bikini und teilweise auch ohne, das schadet einem Thriller erstmal nicht, wenn er trotzdem spannend ist. Leider ist Swimming Pool nicht wirklich spannend, nur unterhaltsam. Ach, einbisschen Spannung hätte Swimming Pool gut getan. Er ist so an sich wirklich nett anzuschauen, aber einbisschen weniger Erotik und dafür mehr Spannung, dann wäre Swimming Pool ein wirklich richtig guter Film geworden, so ist es nur ein nett anzuschauender Film.

Jaja, die Erotik. Für einen Film ab 12 ist der Film ziemlich freizügig. Da darf man Ludivine Sagnier, ein junges Mädel bei dem ich nicht wirklich sicher bin ob sie das 18te Lebensjahr schon vollendet hat, oben ohne und sogar beim Geschlechts- und Oralverkehr begutachten. Nicht nur einmal schwimmt sie komplett nackt im Pool rum. Zum Glück hält sich Regisseur François Ozon mit freizügügigen Szenen von Hauptdarstellerin Charlotte Rampling, die ja nicht mehr die Jüngste ist, zurück. Die im Bikini oder sogar ohne zu sehen, da kann ich wohl dankend drauf verzichten. Leider zeigt sie am Ende doch was sie hat. Sie liegt auf dem Bett, nackt versteht sich, und man kann alles, damit meine ich wirklich alles, sehen (FSK 12, lol). Das fand ich ja ehrlich gesagt nicht so toll. Darauf hätte ich wohl verzichten können, aber kann man halt nichts machen. Naja, zum Glück beschränkt sich das auf den Schluss. Ansonsten darf man nur Ludivine Sagnier nackig sehen und die ist ja hübsch. Die ganze Freizügigkeit ist übrigens nicht verwunderlich, wenn man mal bedenkt wieviele Softpornos und Erotikfilme Frankreich hervorgebracht haben. Ich denke dabei nur an die Filme, die samstags nachts auf Vox laufen. Wenn mich nicht alles täuscht kommen viele davon aus Frankreich.

Swimming Pool ist ziemlich freizügig und hat trotzdem eine 12er Freigabe von der FSK bekommen, was mich schon einbisschen wundert. Der Film ist ja auch Rated R for strong sexual content, nudity etc. Naja, wir Deutschen sind halt nicht so prüde wie die Amerikaner, obwohl man den Film eigentlich hätte FSK 16 freigegeben müssen, zumindest hätte man das von der FSK so erwartet, aber sie verwundern einen immer wieder und da fragt man sich ob die überhaupt Freigaben nach irgendeinem System verteilen oder so wie sie gerade lustig sind, aber egal. Uns Deutsche können nackte Frauenbrüste oder Sexszenen höchstens noch ein kleines Runzeln entlocken, denn hierzulande kommen einem ja schon förmlich die Frauenbrüste entgegen wenn man den Fernseher anschaltet, vor allem nachts, um es mal einbisschen zu übertreiben. Mit der Erotik ist das hierzulande nicht so dramatisch. Wenn ich allerdings an das Ende denke kann ich die 12er Freigabe nicht verstehen. Wenn Swimming Pool ab 12 freigegeben wird müssen auch diverse andere Filme ab 12 freigegeben werden.

Maladolescenza wurde hierzulande, wie in glaube ich allen anderen Ländern auch, ein Skandalfilm, aufgrund der Tatsache dass die nachsweislich beim Dreh noch minderjährige Schauspielerin Lara Wendel, die hinterher in vielen berühmten italienischen Filmen unter anderem auch in Tenebrae von Dario Argento mitspielte, in einer Sexszene gezeigt wird. Ludivine Sagnier sieht so aus als wäre sie hier beim Dreh noch minderjährig gewesen und sie wird in einer nicht softeren Sexszene gezeigt, im Gegenteil., komisch. Bei Maladolescenza konnte ich nicht verstehen warum er Skandalfilm wurde, war er doch eigentlich relativ langweilig und wurde es halt nur aufgrund der fragwürdigen Sexszenen mit Minderjährigen, die man an einer Hand abzählen kann, zum Skandalfilm. Eigentlich müsste Swimming Pool ja auch ein Skandalfilm werden, aber hier hat sich komischerweise kein Mensch aufgeregt. Verstehe ich nicht, aber ist ja auch egal.

Mehr habe ich hier eigentlich nicht zu sagen. Ich bin jetzt fast nur auf die Erotik eingegangen, ich weiß, Swimming Pool besteht auch bei weitem nicht nur aus Erotik, aber mehr fällt mir hierzu eigentlich gar nicht ein.
 Zum Schluss noch ein kurzes Fazit: Weniger Erotik, dafür mehr Spannung dann wäre Swimming Pool ganz toll. So ist es nur ein ganz unterhalsames Filmchen das man sich mal angucken kann.

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