... Menschen sein können, als sie einen angefahrenen Hund vor dem Haus in Bogotá gefunden, ihn zum Tierarzt gefahren und dann schlichtweg dort vergessen hat, während sie mit ihrem Mann über die weiteren Schritte sprechen wollte. Das wirft sich die Frau, die nun selbst mit sonderbarer Krankheit im Krankenhaus liegt, vor.
Die Floristin Jessica Holland (Tilda Swinton), die ebenfalls in Kolumbien lebt, lernt beim Besuch der kranken Schwester die Archäologin Agnes Cerkinsky (Jeanne Balibar) kennen, welche Knochenfunde untersucht: darunter den Schädel eines Mädchens, in dem ein rundes Loch klafft. Jessicas eigene Gedanken gelten indes einem geheimnisvollen Geräusch, das sie mehrfach heimsucht: ein Klang wie ein Betonstück, das in einem Metallschacht, umgeben von Meerwasser, stürze. Der Toningenieur Hernán (Juan Pablo Urrego) hilft ihr mit seinem Zugriff auf einen Pool aus Filmsounds bei der Rekonstruktion dieses Geräusches, das andere Menschen um sie herum jedoch nicht wahrzunehmen scheinen.
Kaum hat sie den jungen Mann unter anderem an der Kopernikus-Statue im Parque de la Independencia besser kennengelernt, können sich die Kollegen des Toningenieurs etwas später nicht an einen Hernán erinnern, den Jessica ihrerseits nicht mehr aufzufinden vermag. Dafür stößt sie bald auf einen deutlich älteren Einsiedler gleichen Namens, der sein eigenes Gedächtnis rühmt, allerdings auch Erfahrungen, insbesondere Film und Fernsehen, möglichst meidet, um sich auf die Schwingungen des Vergangenem zu konzentrieren. Selbst an sein Sein vor seiner Geburt will er sich erinnern können. Und so, wie er sich als eine Art Festplatte begreift, begreift er Jessica als eine Art Antenne... und tatsächlich wird sie an seiner Seite die Herkunft des Geräusches in der (kolumbianischen) Vergangenheit ausmachen können – wobei noch eine ganz andere Überraschung folgen wird...