Review

Auch "The Crow 3" kann dem Original von 1993 nicht das Wasser reichen, ist aber weitaus gelungener als der ultraflache, vergurkte 2. Teil der Reihe.
Sieht man den Film fragt man sich allerdings, was solche Stars wie Kirsten Dunst und Fred Ward in dieser Styleorgie verloren haben.
"The Crow 3" wirkt wie ein für den Video- bzw.DVD-Markt konzipierter budgetarmer Film, welcher durch den Titel auf einen großen kommerziellen Erfolg hofft.
Die Geschichte um einen unschuldig zum Tode Verurteilten (hier dargestellt von Eric (wer ist das?) Mabius), der nach dem Tode wiederkehrt, um den Mord an seiner Frau zu rächen ist hinlänglich bekannt. Das altbekannte Schema des Krähen-Rächers wird kaum differenziert und hebt sich deshalb auch nicht positiv vom Original ab.
Hauptsächlich krankt der Film an Bharat Nalluris statischer Inszenierung, was nicht unbedingt zu bemängeln wäre, würde doch nur eine gewisse Spannung aufkommen.
Zumindest steht der Film in Sachen düsterer Optik dem Original in nichts nach, auch wenn die Schauplätze manchmal totgestylt anmuten.
War Brandon Lee im Original ein sadistisch-brutaler Rächer, wirkt Eric Mabius wie der harmlose Nachbarsjunge von nebenan, der ab und zu ein paar Leute abmetzelt. Ihm fehlt die mysteriös-düstere Aura, die seinerzeit von Brandon Lee ausging.
Ausserdem ist vom ursprünglichen Gothic-Look auch nicht mehr viel übrig geblieben, im 3.Teil ist alles einfach nur noch düster und blutig. Dies wäre wiederum nicht zu bemängeln, wäre es wenigstens von inszenatorischer Klasse. So erreicht der Film nur selten die comicartigen düster-genialen Bildkompositionen des Originals und wirkt bemüht, das schlechte Drehbuch halbwegs kurzweilig über die Zeit zu retten.
Herausgekommen ist letztendlich eine düsteres, aber ziemlich verwässertes Pseudo-Gothic-Filmchen ohne Highlights und so einfallslos wie bei B-Filmen üblich. Fortsetzungs-Fastfood für Fans der Reihe sozusagen, mehr nicht.
Ich vergebe 5 von 10 Punkten.

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