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Buddhas Schielauge


Das Gute in Gestalt von zwei unterschiedlichen Mönchen, einer leicht verrückt und eigentlich schon längst außer Dienst, der andere ein Neuling unter Schweigegelübde, nimmt es mit dem puren Bösen auf, das laut Legende sieben Tagen durch die Körper unschuldiger Leute hüpft und am achten Tag das Tor zur Hölle öffnen soll…

Ähnlich wie „The Priests“, „It Comes“ oder „The Wailing“ spielt dieser Netflix Exclusive mit dem Übernatürlichem, mit dem Glauben und seinen Schattenseiten, mit okkulten Angriffen und verzweifelnder Polizeiarbeit. Mal wieder locker an die zwei Stunden heranreichend, kann man das bei dem epischen Unterbau hier aber mal durchaus unterschreiben. Desweiteren kann ich vielen Figuren einiges abgewinnen und die Grundstimmung kann trotz einiger Dürrephasen und einem unnötig überladenen Finale unter die Haut gehen. Der okkulte Thriller macht einfach genug anders und fieser als hiesige Produktionen, was unweigerliche für westliche Augen  zu Faszination führen kann. Wenn man denn Konzentration und Geduld in guter Menge aufbringen kann. Selbst miese Computereffekte und im Grunde „Supernatural“ in korean high class ändern daran wenig. 

Fazit: porentief koreanischer Slowburn-Thriller/-Grusler auf Netflix zwischen religiösem Mythos, Dämonenjagd und Buddymönchkuriosum. Wenn man nicht zu müde ist und nicht zu viel Action und handfesten Horror erwartet, dann können einen Atmosphäre und Figuren einlullen. Exotisch und mäandernd. 

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