Ein recht gut gemachter TV-Spielfilm über den Aufstieg Hitlers.
Am Realschulabschluss verzweifelt, an der Kunstakademie abgewiesen, bei der Musterung für untauglich befunden: eigentlich kaum der Stoff, aus dem Diktatoren sind. Leider musste Adolf Hitler (Robert Carlyle) unbedingt das Gegenteil beweisen und die Welt mit einer Ideologie aus kotz-ätzendem Antisemitismus und rassenbiologischem Blödsinn in eine gigantische Zerstörungs- und Ausrottungsspirale katapultieren. Der Braune aus dem österreichischen Braunau "führte" die Welt an den Abgrund. Das Wie ist bekannt, interessant ist das Warum. Hat er vielleicht zu viel Senfgas auf die Birne bekommen? Am Ende des 1. Weltkriegs lag Deutschland in Trümmern und Atsche im Krankenhaus. Dort soll er angeblich (Nebenwirkung biologischer Kampfstoffe?) regelrechte Jesus-Fantasien entwickelt haben, die ihm sagten, dass nur er die Einheit des Reichs retten könne. Das Ergebnis kennen wir ja...
Robert Carlyle (007 - Die Welt ist nicht genug) spielt die Rolle des Hitlers solide, auch wenn er dabei nicht so gut ist wie einst Anthony Hopkins. In Nebenrollen wirken noch Liev Schreiber (Scream 3), Peter O'Toole (Troja) als Hindenburg und Matthew Modine (Full Metal Jacket) mit.
Der Film wird recht gut erzählt und hat auch gute Darsteller zu bieten. Hätte auch als Kinofilm getaugt, wenn da nicht die Länge von knapp 4 Stunden wäre. Dennoch wäre der Film ein guter Beitrag für einen Geschichtsunterricht an den Schulen, damit man auch weiß, wie das alles angefangen hat.