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Bei dem ersten Langfilm von Arkadius Gorlikowski handelt es sich um eine Anthologie. Die Rahmenhandlung dreht sich um einen Autoren, der für einen Produzenten ein paar Geschichten schreibt und bei dem zunehmend Realität und Fiktion verschwimmen. Seine erdachten Storys bilden die einzelnen Episoden des Streifens.
Bei dieser No Budget Produktion zeigt sich, dass Arkadius aus den geringen Mitteln viel herausholt. Die Kameraarbeit ist überraschend gut und die Nachbearbeitung im Schnitt sowie durch Sounds und Musik kann sich sehen bzw. hören lassen. Die Spielereien durch POVs, Schwarz-Weiß-Bilder und eine Stummfilmnachahmung inklusive Texttafeln und Klavieruntermalung bringen Abwechslung.
Die Leistungen der Darstellenden sind nicht übel. Besonders bin ich überrascht, wie gut Oliver Krekel seine Rolle als Filmemacher ausfüllt und Sabrina Arnds sehe ich sowieso immer gerne, wobei sie hier nur einen kleineren Part einnimmt und unter dem Regisseur erst im späteren "Fake News - The Bloody Truth" als Vampirkönigin so richtig aufdrehen darf.
Die Geschichten um Waldmädchen im Krieg, einen mordenden Cyborg, eine sichelnde Vogelscheuche im Maislabyrinth, dämonenhuldigende Mönche und Nonnen, einen Cosplay-Killer, einen Geist in einem Reisekoffer und Nadel- und Faden-Spuk hauen zwar nicht vom Hocker, langweilen aufgrund der Kürze und der abwechslungsreichen Stile jedoch auch nicht.

Insgesamt ist "Bloody Dreams" für eine Amateurproduktion ohne nennenswertes Budget eine gelungen inszenierte Horroranthologie, bei der die abwechslungsreichen Stile der Kurzfilme und nette Ideen mich über inhaltliche Schwächen hinwegsehen lassen.

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