Review

Hmmm... , ja was haben wir denn hier? Einen Horrorfilm vielleicht? Nein, keinen reinen zumindest. Dann vielleicht einen Western? Ja, diese Bezeichnung trifft zu, ist aber noch nicht hundertprozentig richtig.
Wie ihr seht, handelt es sich bei "El Topo" um einen äußerst komplizierten Streifen der sich nur sehr schwer in ein Genre einordnen lässt. In der ersten Filmhälfte sehen wir einen ganz in schwarz gekleideten Mann (halb Revolverheld, halb Gott / oder Teufel?) der die vier Mächte des Wüstenkreises herausfordert. Was dann nachher in diesen vier außergewöhnlichen Duellen passiert, lässt sich schon garnicht mehr in Worte fassen. Ebenso außergewöhnlich sind auch die verschiedenen Schauplätze, welche eine geniale Atmosphäre erzeugen. In der zweiten Hälfte macht sich der wiedergeborene (?) als Bettler auf den Weg durch eine Landschaft voll perverser Leute. Zum Beispiel, machen sich ein paar fette Huren einen Spaß draus, einen schwarzen Mann zu erniedrigen. Besonders abstoßend finde ich auch die Szene mit dem kleinen Jungen, den Gott anscheinend verlassen hat. Später trfft El Topo dann schließlich auf seinen, wegen einer Frau, ausgesetzten Sohn, der ihn zu einem letzten Kampf stellt.
Regiesseur und Hauptdarsteller Alejandro Jodorowsky entführt uns in eine surreale Welt voller Mysterien und Absurditäten, die ganz sicher nicht jedermanns Sache sind. 8/10 Punkten

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