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Mystery-Western-Drama. El Topo, ein furchtloser Revolverheld, durchstreift, hinter sich seinen nackten Sohn, das Land. Um der grösste Held aller Zeiten zu werden, fordert er die mächtigen der Wüste heraus und tötet alle. Er verfällt der Sünde und fortan ist sein Weg geprägt von Gier, Verblendung und Tod. Als er durch die Eifersucht umgebracht wird, wendet er sich nach seiner Wiedergeburt von seinen alten Idealen ab, lebt fortan in Demut und setzt sich für die Schwachen ein. Doch am Schluss wird er von seiner Vergangenheit eingeholt.

Regie-Exzentriker Jodorowsky vermengt in seinem Sittengemälde, Western-, Horror- und melodramatische Elemente und formt „seinen“ Spiegel der Zeit, welcher in der heutigen Zeit aktueller ist den je. In blutig-grotesken Bildern (Es kommen Zwerge, Verkrüppelte und allerlei ungewohnte Figuren vor) zeigt der Regisseur eindrucksvoll den Verfall der Gesellschaft in ein tief dekadentes Niveau, wobei der Film in seinen Aussagen recht radikal ist. Visuell fühlt man sich manchmal an die Werke von Luis Bunuel erinnert. Nacheinander bekommen die Todsünden aus der Bibel ihr Fett weg. Doch wer jetzt meint religiösen Fanatikern könnte der Film gefallen, der irrt gewaltig, denn auch am kirchlichen Affenzirkus mit seiner Doppelmoral wird kräftig Kritik geübt (Man beachte die Scheinheiligkeit und Dekadenz in der Kirchenszene!). Cineasten und Hobbyanalytiker jedoch werden an diesem filmgewordenen Gemälde Marke Salvador Dali ihre helle Freude haben. Diesen bietet dieses Meisterwerk eine wahre Fundgrube and Bildern, deren Bedeutung Spielraum für viele Interpretationen lässt.

Score: 10
Härte: 5

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