Hinter den Mauern vom Nonnenkloster in St. Angelo im 16. Jahrhundert herrscht die Wollust, das Geld, der Verrat, der Betrug, der Hass, der Tod und die Liebe. Dies jedoch nur, weil jede der Nonnen Äbtissin werden will. Dabei ist jeder jedes Mittel recht.
Das erste als ich die Hülle sah, dachte ich, dass dies ein billiger Sexploitation-Film ist. Der Titel (Die Nonne von Verona ... wie einfallsreich), die Hülle und das Label (eine Hartbox von X-Rated ... kann nur irgend ein Frauenfolterfilm oder ähnliches sein), zeigten auf jeden Fall in die Schmuddelecke. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Der Film zeigt das harte Nonnenleben im 16. Jahrhundert, die Strenge der katholischen Kirchen und die Folgen, wenn man die Regel der Katholiken nicht einhält. Auch Kritik an der Kirche ist enthalten. Zudem ist der Film technisch sehr versiert. Tolle Kostüme, atmosphärisches Set, stimmige Musik und überraschend gute Schauspieler hebt den Film von anderen ähnlichen Filmen ab. Ein anspruchvolles Werk darf man aber nicht erwarten, denn die Nonne von Verona hat, trotz seiner Professionalität, ein paar wenige typische Folterszenen drinnen und eine sehr simple Geschichte.
Für einen etwas anderen Filmabend ganz gut, aber wer einfach etwas Krankes sehen will, ist hier eindeutig an der falschen Adresse. 7/10