Der ambitionierte Wissenschaftler Dr. Johnson (Fred Williams) will eine krankheitsresistentere Menschenrasse erschaffen und experimentiert deswegen an menschlichen Embryonen herum. Dies befinden seine Vorgesetzten für unethisch und einen Verstoß gegen den hypokratischen Eid und erwirken für ihn einen Berufsausschluss auf Lebenszeit. Damit kommt Doc Johnson gar nicht klar und bringt sich um. Seine liebende Ehegattin (Soledad Miranda) macht das Ärztegremium für den Tod ihres Göttergatten verantwortlich und sinnt auf Rache…
SIE TÖTETE IN EKSTASE ist ein Schnellschuss, den der spanische Fließbandfilmer Jess Franco kurz nach der Fertigstellung von VAMPYROS LESBOS innerhalb eines Monats in der sonnigen Küstenstadt Alicante runter kurbelte. Am Film beteiligt war somit fast haargenau dieselbe Crew wie an seinem „Sexadelic“ Vampirklassiker. Ebenso Schauspieler wie Paul Muller oder Howard Vernon, welche Franco-Jüngern aber auch aus diversen anderen Produktionen des Meisters bekannt sein dürften, z.B. FRAUENGEFÄNGNIS, JUNGFRAU IN DEN KRALLEN VON ZOMBIES, LORNA THE EXORCIST.
SIE TÖTETE IN EKSTASE strotzt vor den Franco-typischen, cineastischen Unzulänglichkeiten, die Fans so sehr lieben. Da sind Close-Ups, wo keine Close-Ups hingehören. Der Kameramann scheint besoffen gewesen zu sein. Zumindest hatte er sichtlich Schwierigkeiten ein scharfes, unverwackeltes Bild hinzubekommen. Der Plot wirkt zusammengeschustert, konstruiert und irgendwie in der falschen Reihenfolge erzählt.
Prunkstück des Films ist ganz klar die andalusische, viel zu früh verstorbene Hauptdarstellerin Soledad Miranda. Sie ist so hübsch, da fehlen einem echt die Worte. Ferner geizt sie nicht mit nackter Haut. Ständig ist sie in aufreizenden, super knappen Fummeln zu sehen, wie z.B. einem trägerlosen Weltraum-Bikini. Soledad tritt hier noch nackter auf als in VAMPYROS LESBOS. Doch die junge Dame war nicht nur super sexy, sie konnte sogar richtig gut schauspielern. Ihre Rolle der rachsüchtigen Witwe, die ihre Opfer erst ins Bett lockt, um ihnen dann den Garaus zu machen, weiß zu überzeugen. Natürlich fallen dabei in einer Tour Erotikszenen an. Schnell wird klar, dass der Plot nur ein Vorwand ist, um Soledad in möglichst vielen erotischen Posen zu zeigen, wogegen die männliche Zuschauerschaft aber keinen Einwand erheben dürfte. Außerhalb des Bettkastens killt Soledad ganz gern mit dem Messer, bahrt ihren verblichenen Ehegatten in BUIO OMEGA-Manier im Schlafzimmer auf und wickelt gekonnt Horst Tappert (DERRICK) um den Finger, welcher hier als pragmatischer Ermittler in einer Nebenrolle untergebracht ist.
Soledad Miranda: (+)(+)(+)(+)(+) – schwing!
Soundtrack: (+)(+)(+)(+)(-) – so ziemlich derselbe wie in VAMPYROS LESBOS
Rest: (+)(+)(-)(-)(-) – Horst Tappert!
Fazit:
Erotiksleaze in netter Story verpackt. Als Franco-Streifen schon ganz nett. Wegen Soledad Miranda aber wirklich herausragend.