Jack Black spielt einen erfolglosen Gitarristen, der aus seiner Band geschmissen wurde und aus Geldmangel eine Stelle als Aushilfslehrer annimmt, die eigentlich für seinen Mitbewohner gedacht war. Da er weder von Geschichte, noch von Mathematik etwas versteht, erklärt er den Kindern die Geschichte des Rock und beschließt schließlich mit ihnen einen Song einzustudieren und zum "Battle of the Bands" zu fahren, die Eltern und die anderen Lehrer halten allerdings nicht sonderlich viel von seiner Idee.
Im Prinzip lebt "School of Rock" die meiste Zeit über von der beeindruckenden One-Man-Show von Jack Black. Mit seiner ruhelosen und Art und seiner Energie ist Black für diese Rolle förmlich prädestiniert und löst sie hervorragend. Nach "Schwer verliebt" zeigt der Vollblut-Komiker erneut, dass er zur Elite des Genres gehört und sich nicht hinter Adam Sandler oder Eddie Murphy zu verstecken braucht, zumal es keinen vergleichbaren Darsteller gibt. Black entwickelt eine unglaublich hohe Leinwandpräsenz und ist in jeder einzelnen Szene der Mittelpunkt des Geschehens. Neben Black können aber auch die Kinder voll und ganz überzeugen, die ihre Instrumente übrigens tatsächlich spielten und im wahren Leben Musiker sind. Der übrige Cast ist ebenfalls gut.
Richard Linklater gehört zu den vielseitigsten Regisseuren Hollywoods. Über Dramen, wie "Tape" oder "Before Sunset" über Satiren, "Wie Fast Food Nation" bis hin zum visionären Sci-fi-Thriller "A Scanner Darkly". So widmet sich Linklater diesmal einer Musical-Komödie und leistet bei seiner Regie alles in allem gute Arbeit. Das Erzähltempo hält Linklater die meiste Zeit über hoch, sodass „School of Rock" von Anfang bis Ende bestens unterhalten kann. Darüber hinaus baut er die wohlige und behagliche Atmosphäre auf, die man sich von Filmen des Genres erhofft, auch wenn er es stellenweise ein wenig übertreibt und am Ende etwas zu dick aufträgt. Linklater dosiert seine Gags sehr gut, womit „School of Rock" die ganze Zeit über einen gewissen Ernst halten kann, aber dennoch bestens unterhält und zu keinem Zeitpunkt hängt. Er überlässt Jack Black viel Raum im Film und ist damit an dessen gelungener Leistung beteiligt. Gerade bei einem Film, in dem es beinahe ausschließlich um Rock-Musik geht, ist eine entsprechend Hintergrundmusik sehr wichtig. Selbstverständlich werden im Film einige Rock-Songs vorgespielt, da es aber nicht übertrieben wird und die Musik damit gut dosiert ist, passt auch diese perfekt in die heitere und sympathische Musical-Komödie, an der wohl alle Rock-Fans gefallen finden werden.
Bei dieser gelungenen Inszenierung und dem starken Jack Black ist es umso ärgerlicher, dass die Story durch ihre Vorhersehbarkeit und ihren stereotypen Aufbau kaum beeindrucken kann. Es gibt leider keine einzige Wendung, die nicht vorherzusehen und zu kalkulieren wäre, da Linklater seinen Plot und den Weg zum "Battle of the Bands" viel zu glatt ablaufen lässt und das Happy End sowieso schon feststeht. Die Charakterkonstruktion ist ebenfalls eher mittelmäßig, wobei wenigstens Blacks Wandlung vom erfolgslosen Musiker, hin zum engagierten Lehrer gut dargestellt wird. Im Film wird einiges zur Rock-Musik und zu deren höheren Sinn gesagt, aber alles in allem ist „School of Rock" auch hier nicht sonderlich vielschichtig und stellt die Hintergründe der Musikrichtung kaum zureichend dar und beschränkt sich ausschließlich auf die Zelebrierung der Musik.
Fazit:
Mit einer flachen Story, einer gelungenen und amüsanten Inszenierung und einem brillierenden Jack Black ist „School of Rock" eine gelungene Musical-Komödie, die bestens unterhalten kann, wobei dennoch die ganze Zeit über der fade Beigeschmack bleibt, dass mehr drin gewesen wäre.
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