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Jack Black in seinem Element. Und was entsteht, wenn ein leidenschaftlicher Künstler auf seinem kreativen Zenit vollkommen in seiner Passion aufgehen kann? Sein vermutlich größtes Werk. Die Begeisterung vor der Kamera überträgt sich eins zu eins auf dem Zuschauer. Vermutlich gab es nie eine bessere Wahl für den Hauptdarsteller als in diesem Film. Das ist schon extrem, was da an völligem Durchdrehen zelebriert wird, und in jedem anderen Format wäre dies einige Nummern drüber. Aber hier passt es einfach perfekt. Klischees? Ausschließlich, und jene sind der Deckel auf dem Topf. Dies ist auch nicht die einzige ungewöhnliche Komponente, welche normalerweise eher wider die Qualität wirken würde. Unser Protagonist ist eher Anti als Held, klar, aber er steigert das, objektiv betrachtet, noch mehr in Richtung widerlicher Bodensatz der Gesellschaft. Lügen, betrügen, faulenzen, schmarotzen, aus- und benutzen, manipulieren, und so weiter und so weiter. Ein Egoist par excellence. Formal, wir empfinden das alles vermutlich als nebensächlich, der Sieg der Sache steht im Mittelpunkt. Regisseur Linklater umnebelt den Zuschauer wie eine wilde Bühnenshow und zieht dann sogar noch die Familien-Film-Karte. Ein Meisterstück. Nebenbei gibt es eine dicke Lektion in Sachen Rock, wer jenen vorher nicht mochte sollte ihn nachher mindestens lieben.


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