Review
von Leimbacher-Mario
Ein Mutter-Tochter-Klassiker
Als Teenager hat man automatisch Stress und Abneigung gegenüber den Eltern gepachtet - Konflikte zwischen Müttern und Töchtern sind so alt wie die Welt. Versöhnungen und die Erkenntnis, dass Gemeinsamkeiten und Liebe die Diskrepanzen und Peinlichkeiten oft deutlich überstrahlen, allerdings zum Glück auch. „Freaky Friday“, ein klassische Body-Switch-Comedy in der Lindsey Lohan und Jamie Lee Curtis die Körper und Leben für ein Wochenende tauschen, ist das perfekte Beispiel für die Annäherung der und das Verständnis zwischen den Generationen.
„Freaky Friday“ ist ein modernes, pfiffiges Remake einer Story, die man ewig neu auflegen können wird. So gab’s sie z.B. auch schonmal fast genauso charmant in den 70ern mit einer jungen Jodie Foster oder in der ähnlichen Konkurrenz „30 über Nacht“, der nur ein Jahr nach diesem familiären Disneyzauber erschien. Mir gefällt dieser „Freaky Friday“ von 2003 aber sogar wahrscheinlich fast noch am besten. Warum? Weil das Konzept humorvoll UND emotional auf den Punkt gebracht wird, Curtis und Lohan ihre vertauschten Rollen stark mit Leben füllen, noch erstaunliches 90er-Feeling herrscht und beide Ladies zum damaligen Zeitpunkt noch ohne Zweifel Traumfrauen waren. Heute sind sie es nicht mehr, die eine auf Grund des ganz normalen Alterungsprozesses, die andere auf Grund schlechtem, peinlichem Lifestyle und Verhalten. Doch vor 17 Jahren ging die Rechnung voll auf. Die Chemie stimmt, die Marotten und Druckpunkte passen, die Familienherz pocht, ohne je zu cheesy zu werden. Ein charmanter, jugendlicher, fast etwas weiser und erstaunlich unpeinlicher Sonntagnachmittagfüller.
Fazit: eher weniger freakig als recht normal. Zumindest für jede Tochter und jede Mutter was die Konflikte, Streite und Gemeinsamkeiten betrifft. Süßer Zeitvertreib. Und da war die Lohan wirklich noch recht unschuldig...