Diese Fortsetzung des Brian DePalma-Klassikers lehnt sich zwar von der Handlungsstruktur etwas an den Vorgänger an, vermag jedoch eine künstlerische Eigenständigkeit zu entwickeln.
Die Schauspieler und die Handlung sind recht überzeugend, und es war auch eine gute Idee, Amy Irving, die schon in "Carrie" die Sue Snell spielte, hier wieder einzusetzen. Dadurch gewinnt der Film einen gewissen Bezug zur Vorlage. Diesen Bezug durch Einspielungen von Ausschnitten aus DePalmas Film noch zu betonen, war jedoch eher überflüssig.
Das Problem dieses Films ist, dass die Spannung nach dem Selbstmord von Rachels Freundin Lisa erst mal eine ganze Weile auf Eis liegt. In dem Zeitraum bis zur verhängnisvollen Party am Ende des Films (parallel zum Abschlussball bei "Carrie") passiert nichts besonders aufregendes. Rachel entdeckt ihre telekinetischen Fähigkeiten dadurch, dass (wie in so vielen Horrorfilmen) Fensterläden klappern und irgendwelche Glas- oder Keramikgegenstände zu Bruch gehen, was irgendwann etwas nervt.
Zu Gute zu halten ist dem Film ein künstlerisch gewählter Umgang mit Farben und der zeitweilige gelungene Einsatz von Schwarzweißsequenzen. Der einige Zeit ziemlich ruhige Stil der Erzählung ändert sich abrupt, als die Party beginnt; hier beginnt ein grelles und durch harte Effekte schockierendes Finale. Es wäre eigentlich besser gewesen, wenn man die Blutigkeit des Schlusses etwas ausgewogener über den Film verteilt hätte, da letztlich das Gefühl eines starken Ungleichgewichtes zurückbleibt. Die Effekte sind ungewöhnlich krass und bis auf den abgehackten Kopf (der sehr nach Plastik aussieht) auch überzeugend. Ich habe mich wirklich sehr gewundert, dass so was auch im Fernsehen gezeigt wird.
Alles in allem eindeutig ein empfehlenswerter Horrorstreifen.