Ein Raumschiff kollidiert mit einem Asteroiden und geht daraufhin irgendwo im amerikanischen Hinterland nieder. Dem Wrack entsteigt ein schlecht gelaunter Alien, der prompt damit beginnt, die Einwohner eines kleinen Kaffs mit seiner Strahlenpistole wegzulasern. Der örtliche Sheriff muss nach einem Dutzend Toten ganz schön rudern, um die haarsträubende Situation unter Kontrolle zu kriegen und dem Killer-Alien den Garaus zu machen... "Nightbeast - Terror aus dem Weltall" ist das Magnum Opus von Independent-Filmer und Schundfilm-Könner Don Dohler, der schon seit Ende der 70er an einer Reihe von mehr oder minder amateurhaften Billig-Streifen gebastelt hat, die immerzu dieselbe Handlung vom auf der Erde notgelandeten Außerirdischen auf Mordtour repetieren... daran hatte Dohler wohl einen Narren gefressen. Formal auf einem ziemlich minderbemittelten Niveau dümpelnd und von einer Riege von Laiendarstellern aus dem Bekanntenkreis des Regisseurs auch hundserbärmlich gespielt, hebt sich "Nightbeast - Terror aus dem Weltall" vom restlichen Dohler'schen Output allerdings durch die F/X-technisch tatsächlich gar nicht mal so übel gewerkelte Alien-Maske (wenn man das depperte Design der Visage mal außen vor läßt) und den Einsatz einiger übertrieben blutiger Home Made-Gore-Effekte ab. Die verleihen der Chose einen gewissen Charme, der das Ansehen trotz aller Defizite halbwegs erträglich macht. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Im Back-Programm der Trashfilm-Klitsche TROMA und im Rahmen von SchleFaZ während der ersten hiesigen TV-Austrahlung überhaupt ist das "Nightbeast" schon ganz richtig aufgehoben und sieht sich verdientermaßen dem Zuschauer-Spott ausgesetzt... aber ein paar Tröpfchen Herzblut stecken ja trotzdem drin und völlig lieblos rausgeschissen wurde der nicht. Übrigens, die Musik zu diesem Filmchen hat tatsächlich kein Geringerer als J.J. Abrams beigesteuert, der sich dadurch mit gerade mal 16 Jahren seinen ersten Credit verdient hat... jeder fängt mal klein an...
5/10