"Yes, Chef!" ist ein ganz stark durchkomponierter One-Shot-Film, der eindrücklich den Stress und die Spannungen im Betrieb eines Edelrestaurants zeigt. Das Ganze ist großartig gespielt - Hauptdarsteller Stephen Graham erinnert dabei tatsächlich ein wenig an Russell Crowe - und filmtechnisch große Klasse. Was dem Film im Vergleich zu beispielsweise "Victoria" fehlt, ist das Unberechenbare und eine wirklich spannende Handlung. Die Spannung ergibt sich vorwiegend aus Konflikten in der Küche und mit dne Gästen des Restaurants. So hat man zwar am Ende einen richtigen guten und innovativen Film serviert bekommen, doch hat irgendwie das Gefühl, dass das Menü bereits nach einer exzellenten Vorspeise beendet wurde. - Intensiver Einblick in die Abläufe einer Sterneküche, der ohne Schnitte auskommt und dadurch filmtechnisch mehr fasziniert, als die schlichte Handlung eigentlich hergibt. Einen ausführlichen Blick lohnt das Werk aber auf jeden Fall, insbesondere für Cineasten!