Wenn man „Metro“,“Money Train“und „Speed“gesehen hat,kann man sich „Epicenter“sparen,denn die besten Szenen stammen aus diesen Filmen und wurden dreist geklaut.
Nick hat einen Mikrochip mit Informationen seiner Firma `Global Tech`und will ihn an irgendwelche Russen verscherbeln.Undercoveragentin Amanda hat ihn aufgespürt und just als eine Übergabe stattfinden soll,bricht ein Erdbeben los.Nun müssen sich Nick und Amanda nicht nur durch Trümmer und überflutete Keller schlagen,sondern haben auch noch die Russen im Nacken…
Was für eine dämliche Story uns da mal wieder aufgetischt wird.Was wollte man hier eigentlich machen? Einen Spionagethriller oder ein Katastrophendrama ?
Das eigentliche Beben nimmt nur etwas 5 Minuten in Anspruch und ist für einen B-Movie recht ansehnlich gestaltet worden,auch was die Trümmerlandschaften hinterher betrifft.
Leider ist das nur ein kleiner Teil des ganzen Übels,denn diese unlogische und an den Haaren herbeigezogene Geschichte ist nicht nur wirr,sondern auch äußerst klischeebeladen.
Zunächst hatte ich bei der Verfolgungsjagd mit der Straßenbahn einen positiven Eindruck,bis mir auffiel,dass ich die Szene schon mal mit Eddy Murphy gesehen habe.Zu allem Überfluss steckt man noch Amandas Tochter und ihren Schmalzfreund mit einem Papageienopa in einen Fahrstuhl,wo man schon wieder eine geklaute Szene entdecken muß.
Ganz schön drall,Szenen zu klauen und diese nicht einmal im Abspann zu erwähnen.
Über die Darsteller kann man sich nicht wirklich beschweren.Pornorentnerin Tracy Lords spielt überraschend solide und auch über den kurzen Auftritt von Jeff Fahey kann man nicht meckern.
Es kommt auch so gut wie keine Langeweile auf,zumindest ist man damit beschäftigt,häufiger mal die Hand auf die Stirn knallen zu lassen,da alle paar Augenblicke was Beklopptes geschieht…
Ein ziemlicher Humbug ist diese unausgegorene Mischung aus Thriller und Katastrophendrama,dann doch lieber noch mal „Erdbeben“mit Charlton Heston…
3 von 10 Punkten