Review
von Leimbacher-Mario
Trainingsmontagestaffage
Auch Paramount+ füllt seinen digitalen Katalog mit hauseigenen, aktuellen Animationstiteln, will da seinen viel größeren Konkurrenten nicht nachstehen. Daher kommt „Rumble“ statt in die Kinos (zumindest in den Staaten?) in den hauseigenen Stream. Spielt bei diesem eher banalen Monsterklopper für Kinder, Hobbytänzer und/oder Wrestlingfans aber keine wirkliche Rolle. Wasser schluckt man so oder so - egal ob man daheim auf der Couch oder auswärts in Lichtspielhäusern untergeht. Erzählt wird von einer Welt, in der knuffig-starke Kiddiekaijus in massiven Wrestlingsringen gegeneinander antreten. Und nun muss ein eher fauler und kampfuntauglicher Riese fit und selbstbewusst gemacht werden von einem Superfan gone Neutrainerin. Um die Ehre seines berühmten Vaters als auch das heimatliche Stadion zu retten. „Pacific Rim“ meets „Real Steel“ meets „Monsters vs. Aliens“. Gähn.
„Rumble“ ist fluffige Stangenware im Animationsbereich. Und das von oben bis unten, hinten bis vorne, porentief und ungeniert. Maßgeschneidert sowohl auf das junge Publikum zwischen Grundschule und TikTok-Wahn als auch ihre „Rocky“-liebenden, Bronze-Tanzkurs-besuchenden Eltern. Klingt komisch, macht auch nur begrenzt Spaß, ist morgen schon vergessen. Aber hey, was soll’s. Ein bisschen Tango, ein paar Clotheslines, ein wenig freundschaftlicher und familiärere Kitsch. Ungefährliche Action. Berechenbar wie das kleine Einmaleins. Kaijus wie Pokemons. Nichts für mich. Nichts von Wert. Aber sicher zu keinem Zeitpunkt schmerzhaft. Und immerhin audiovisuell kaum Kosten und Mühen scheuend.
Fazit: ein austauschbarer und schnell vergessener Wrestlingspass mit Monstern. Nicht schlimm, aber maximal beliebig. Graues Mäuschen mit Muskeln und Masse.