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Zugegeben, mit den Sparks hatte ich nie was am Hut. Ich kenne den einen oder anderen Song, aber so wirklich interessant waren sie für mich nicht. Aber eine Dokumentation über eine Gruppe, die schon seit Jahrzehnten im Geschäft ist, das weckte dann noch meine Neugier. Und mag die Laufzeit von 140 Minuten auch lang erscheinen, so deckt der Film von Edgar Wright eben auch einen recht umfangreichen Zeitraum ab.
Überwiegend hangelt man sich chronologisch voran und lässt allerlei Weggefährten und Leute aus dem Musikbusiness zu Wort kommen, darunter Flea, Thurston Moore und Nick Rhodes. Und natürlich erzählen auch Ron und Russell Mael selbst was.

Trotz der somit recht konventionellen Herangehensweise unterhält die Dokumentation überwiegend gut, was auch an dem betrachteten Subjekt – dem musikmachenden Duo – liegt. Viele Songs werden angespielt, die Hochs und Tiefs abgearbeitet, auf die vielen Alben eingegangen. Auch für Leute wie mich, die sich nie großartig mit der Band beschäftigt haben, stellt das einen übersichtlichen Querschnitt dar über das Schaffen und die Personen dahinter.

„The Sparks Brothers“ ist somit auch für Nichtfans gut konsumierbar, um einen Einblick in diese so lange Karriere zu bekommen. Angenehm ruhig erzählt, ohne Überdramatisierungen und ausreichend informativ. Wobei trotzdem das Gefühl bleibt, dass über die beiden Protagonisten selbst noch mehr zu erfahren gewesen wäre.

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