Mit "Scary movie", einer gekonnten Persiflage auf die Slashermoviewelle der Neunziger, entfachten die Wayans-Brothers (bekanntgeworden u.A. durch "Don't be a menace to south central while drinkin' your juice in da hood" / "Hip Hop Hood") ein Gagfeurwerk der Extraklasse und schnell avancierte der Streifen zum basoluten Kult. Diesen setzten sie mit dem zweiten Teil würdig fort, denn auch dieser konnte noch durch einige Gagklassiker glänzen. Danach hatte die besagte, starkpigmentierte Bruderschaft offenbar allerdings die Nase voll von dem Stoff (Nein, liebe Leser. Das ist nicht wörtlich zu nehmen...) und wandte sich neuen Projekten zu. Hollywood hatte hingegen noch lange nicht genug und dachte gar nicht daran, den zugkräftigen Titel einfach so in der Schublade vermodern zu lassen. So schnappte man sich kurzerhand den ehemaligen Regisseur der "Nackten Kanone" und übertrug ihm die Umsetzung des dritten Scary Movie-Parts. Um das durch das Fehlen der Wayanssippe entstandene Loch im Staraufgebot adäquat und kostengünstig zu stopfen zerrte man zudem Charlie Sheen aus der Goße und exhumierte Leslie Nielsen. Anna Faris, die schon in den vorhergehenden Teilen die Cindy gegeben hatte, war naturalmente ohnehin verfügbar, da man sie für andere Filme schlicht nirgends haben wollte. Zusammen mit ein paar No Names müht sich diese C-Star-Riege nun redlich ab, an die Klasse der Vorgänger anzuknüpfen. Und versagt dabei kläglich. Witze wie die Ku-Klux-Klan-Zote, die einem wenigstens ein Schmunzeln abringen können haben Seltenheitswert und die unkomischen, talentfreien Darsteller tun Ihr Übriges um den Film endgültig zur lustlosen Schnarchnummer verkommen zu lassen. Dieser dritte Teil zieht den guten Namen der Reihe einmal quer durch den Dreck und wird berechtigterweise in der Versenkung verschwinden.