Zucker - Abrahams - Zucker. Diese drei Namen standen Ende der 70er Jahre und die gesamten 80er hindurch für kompromisslose, durchgedrehte Komödien, die aus einer perfekten Mischung aus Slapstick, Überzeichnung, Wortwitz und purer Albernheit , bestanden und bis heute nichts an ihrer Wirkung verloren haben. Als sich das Trio Anfang der 90er Jahre trennte war es ruhig geworden um das Dreigestirn des Humors. David Zucker drehte noch den mäßig witzigen BaskteBall mit den Southpark-Machern, danach war es still geworden.
Erst als der zweite Teil, des mehr als erfolgreichen "Scary Movie" sich zu einem humoristischen Rohrkrepierer entwickelt hatte und die Wayens Brüder aus dem Projekt raus waren, gab man Zucker wieder eine Chance. Er sollte die Serie auf ein neues Publikum ausrichten, weg vom R-Rating hin zum PG13. Das zumindest ist ihm gelungen. Was ihm allerdings absolut misslungen ist, ist es der Serie neues Leben einzuhauchen.
Wieder einmal müssen unzählige Filme der letzten Jahre für flache Gags herhalten, die alle mehr oder weniger zusammenhanglos aneinander gehängt wurden. Natürlich ist die Story hier Nebensache, aber zumindest ein grober Zusammenhang dürfte doch zu erwarten sein. So reiht sich also eine Filmparodie an die andere, es gibt ein paar (schlechte und leider zu oft schon gesehene) Running Gags und ein paar Stars. Das war es dann aber auch. Die beiden Filme, an denen sich der Film dabei am meisten orientiert sind "Ring" und "Signs", wobei man hier Charlie Sheen als Mel Gibson für Arme sehen darf. Szenen wurden teils eins zu eins übernommen und es gibt auch durchaus einige gelungene Gags, doch meistens gehen sie in den im Sekundentakt abgefeuerten Zoten und Plattheiten unter, die auf den Zuschauer einprasseln. Natürlich dürfen auch Anspielungen auf Filme wie "8-Mile", mit einem der besten Gags des Films wenn sich der weiße Rapper dank Kapuze optisch dem KKK nahe bringt, "Matrix", "Texas Chainsaw Massacre", "The Others" und viele mehr, nicht fehlen.
Leider wird hier wirklich jeder Witz egal ob nun gut oder nicht, ausgewälzt bis auch der letzte 12 jährige im Kinosaal einsieht das es irgendwann genug ist. Dazu kommen ein paar Gags, die einfach nicht witzig sind, so etwa die Zerlegung einer Leiche auf einer Totenwache oder die Pädophilen Witze mit dem Priester, wo es dann doch mal komplett still war im Kino.
Auch die "Stars" des Films haben wohl, ähnlich wie die meisten Gags, ihre beste Zeit schon hinter sich, bzw. werden sie wohl nie haben. Charlie Sheen als Mel Gibson Ersatz geht ja noch, aber was Leslie Nielson und Leute wie Anna Faris (die wie schon in den ersten Teilen die Hauptrolle spielt) hier abliefern, ist einfach nur schlecht. Da spürt man weder Timing noch Gefühl für Humor, dazu kommen Gastauftritte von Pamela Andersons Oberweite, Jenny McCarthey, Denise Richards, Ja-Rule, William Forsyth und Queen Latifah. Aber auch hiier drängt sich der selbe Eindruck auf wie bei den meisten Gags und Parodien im Film, dass man einfach versucht hat so viel wie möglich reinzupacken, irgendwas wird dann schon daraus werden.
Leider geht diese Rechnung nicht auf, und so gelingt es Zucker mit diesem Film ganz sicher nicht die Filmreihe aus dem Tief zu ziehen in das sie Teil 2 brachte. Sein Film ist zwar nicht merklich schlechter geraten, aber eben auch zu keinem Zeitpunkt besser als der Vorgänger. Zudem fehlt der typische Humor der Zuckers Filme (auch wenn er da noch zwei Mitstreiter hatte) bisher auszeichnete völlig, hier hätte man genauso gut die Wayens Brüder weitermachen lassen können. Schlimmer hätten die es auch nicht machen können. 3,5 von 10 Punkten, einmal Anschauen und möglichst schnell vergessen, wohl wirklich nur was für absolute Fans der Filmreihe, die auch beim hundersten mal noch über den selben Gag lachen.