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Scary Movie 3

Mit Scary Movie brachte Regisseur Daymon Wayans 2000 eine gelungene Parodie auf die Teenie- Slasher Welle ins Kino. Der Film fand ein großes Publikum und eine Fortsetzung ließ nicht allzu lange auf sich warten. Leider war die Fortsetzung nur ein müder Aufguss und wurde ein Flop.
Dies war aber nicht der Tod der Serie, allerdings das "Ende" für Daymon Wayans, der nicht mehr beim dritten Teil Regie führen "durfte". Stattdessen nahm Altmeister David Zucker (Airplane, Nackte Kanone) auf dem Regiestuhl Platz.
Vorweg: Zucker schafft es tatsächlich der Serie auf die Beine zu helfen, ohne dabei aber an seine alten Klassiker ranzukommen.

Genau wie in den Vorgängern parodiert SC3 die verschiedensten Filme, wobei das Hauptaugenmerk auf Horrorfilmen liegt. Wurde in Teil 1 hauptsächlich "Scream" und "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" und in Teil 2 "Das Geisterschloss" veräppelt, mixt Zucker diesmal seine "Story" zum Großteil aus den drei Filmen "Signs", "The Ring" und "8 Mile" zusammen. Daneben werden natürlich auch andere Filme in mehr oder weniger langen Szenen und unterschiedlich gut parodiert. Beispielsweise ist die kurze HdR Szene sehr witzig, während die viel zu lange Matrix Parodie kaum gute Gags liefert. Wie man es besser macht, hat MTV bei den MTV Movieawards gezeigt. Aber das nur nebenbei.

Die Witze im Film sind teilweise mal wieder sehr niedrig, teilweise unter der Gürtellinie angesiedelt und manchmal auch echt derb und bei weitem nicht jedermanns Geschmack. Die Gagquote ist Zuckerlike sehr hoch, wobei natürlich auch viele Rohrkrepierer dabei sind.
Leider kann der Film sein Tempo und seine Gagquote nicht bis zum Schluss halten, wodurch er zum Ende hin leider etwas langatmig wirkt.
Auf mittlerweile extrem ausgelutschte Kifferwitze, die die Vorgänger zu Hauf boten, wurde zum Glück verzichtet (mal von den Hunden am Anfang abgesehen).

Zu den Darrstellern:
Aus Teil 1 und 2 sind nur Anna Faris und Regina Hall bekannt. Erstere spielt wieder die Hauptrolle und sie hält auch im dritten Teil die Handlung zusammen und rutscht von einer Parodie in die nächste. Ansonsten ist der Film gespickt mit prominent besetzten Nebenrollen, die unterschiedlich groß ausgefallen sind. Charlie Sheen darf Mel Gibsons Rolle aus Signs parodieren und reißt sich dabei natürlich Genre Üblich kein Bein aus und wirkt halt locker und lässig wie in den meisten seiner Filme. Seine bezaubernde Lebensgefährten Denise Richards darf kurz in einer Rückblende auftauchen. Pamela Anderson und Jenny McCarthy spielen die ersten dummen Opfer im Film und nehmen sich herrlich selbst auf die Schippe. Die Hip Hop "Größen" Ja Rule und Queen Latifah haben ebenfalls Auftritte.
Als Präsident ist schließlich Leslie Nielsen zu sehen. Leslie darf mal wieder den senilen, trotteligen Typen spielen und diese Rolle hat er mittlerweile perfektioniert. Seine Rolle hätte ruhig größer Ausfallen dürfen, da er sofort die Sympathien auf seiner Seite hat.
Die restlichen wichtigen und weniger wichtigen Rollen wurden mit (jedenfalls mir) unbekannten, aber gut aufgelegten Darstellern besetzt.

Fazit: Klar besser als der zweite, kommt aber leider nicht an Teil eins und schon gar nicht an die alten Zucker Klassiker ran. Das Genre erfindet der Film natürlich auch nicht neu.
Dennoch, ich habe mich sehr gut amüsiert. (7/10)

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