Eins vorweg: Ich liebe den ersten Teil. Genauso halte ich die Fortsetzung für überflüssig. Der Logik nach müsste nun also wieder ein guter Teil kommen. Oder?
Geschichte. Ähm, ja ich glaube... da war eine. Der einzige noch vorkommende Charakter aus den ersten beiden Teilen, Cindy Campbell, arbeitet nun als Reporterin. Sie geht dem Geheimnis von Kornkreisen auf den Grund, beschäftigt sich mit einem mysteriösen Videotape und sieht zu, wie die Rapkarriere eines Bekannten schlagartig den Bach runtergeht.
Kleines Filmquiz... Signs, the Ring und 8 Mile. Aus diesen Filmen (vornehmlich den ersten beiden) setzt sich diese Parodie zusammen. Und es gibt einige Veränderungen. Zum einen hat fast die komplette Crew durchgewechselt. Nicht mehr die Wayans-Brüder, sondern David Zucker (Die nackte Kanone) sitzt jetzt hinter'm Steuer. Auch die Art der Präsentation hat sich geändert. Hielt sich Teil 1 noch eher an die Düsternis der parodierten Filme (inklusive einiger blutiger Szenen), geht es hier optisch freundlicher zur Sache. Man beschränkt weitläufig auf Slapstick-Einlagen und saudumme Dialoge. Und das ist nicht mal so schlimm.
Zwar kam mir der Film öfters ziemlich planlos vor, doch viele Szenen sind einfach zum brüllen. Sehr gut gelungen ist zB die Nachahmung des "Ring"-Tapes, Cindy's Neffe, der allen voraussagt, was ihnen passiert (ob sie's hören wollen oder nicht) und eine Totenwache der derberen Art. Überhaupt wird political correctness Stellenweise extrem kleingeschrieben. Wer auf einem Rapbattle mit ‚ner weißen Kapuze herumläuft, brauch sich nicht wundern...
Des Weiteren wird noch Matrix parodiert, Michael Jackson kritisiert und Leslie Nielsen macht den Deppen-Präsident.
Fazit:
Nach dem übelst schwachen Vorgänger überraschend gute Parodie, die aber leider nicht so einfallsreich oder atmosphärisch daherkommt wie Teil 1. Ab und an wiederholen sich die Witze; trotzdem für einen Abend in Gesellschaft gut zu gebrauchen. 8/10