Review

Mit fast komplett ausgewechselter Crew geht es hier nun in die dritte Runde. Trotz der Tatsache, dass kein geringerer als David Zucker den Regiestuhl wärmen durfte, ist ein merklicher Qualitätsanstieg nicht zu verzeichnen. Ja ich wage gar zu behaupten, dass dieser dritte Teil noch schwächer ist als der allseits verrissene zweite. Ging dieser zwar oft unter die Gürtellinie, so war er immerhin noch imstande, zumindest mein Zwerchfell angenehm zu kitzeln.

Die Story, durch Filmvorlagen zusammengekleistert wie eh und je, hat es insbesondere auf "Ring" und "Signs" abgesehen. Die Parodien diesbezüglich kann man als gelungen bezeichnen. Gerade die hier gezeigte Version des "Ring"-Videos hat schon seine Qualitäten. Aber auch Elemente aus "Matrix Reloaded" oder "8 Mile" halten in der Szenenaneinanderreihung Einzug. Positiv sind mitunter der Ku-Klux-Klan-Gag, Pamela Andersons selbstironischer Auftritt oder die trashige Darstellung der Aliens. Besonders negativ dagegen die ausgewälzte Unterhaltung über die durch den Unfall zweigeteilte Ehefrau Toms oder die Reanimationsversuche auf der Trauerfeier, die nicht nur geschmacklos, sondern ebenso unwitzig sind.

Zucker präsentiert viele Slapstick-Spontanitäten, wovon eine nicht unbedeutende Zahl schlicht altbacken und ausgelaugt wirkt. Darüber hinaus versuchte er es verhäuft auch mit Wortwitz, dessen ein oder anderer Vers ebenfalls ziemlich banal erscheint. Weiterhin muss man mit ansehen, wie Leslie Nielson sich als US-Präsident vergeblich bemüht, noch einmal die Qualität vergangener Tage zu erreichen; gelungen ist es ihm hier nicht. Charlie Sheen kommt ebenfalls nicht richtig in Fahrt und Anna Faris nervt mit der Zeit irgendwie.

Das ist alles schade, aber letztendlich bezeichnend für die seit dem zweiten Teil begonnene Talfahrt. "Scary Movie 3" ist nicht schlecht, allerdings auch nicht mehr als gutes Mittelmaß. Es bleibt zu hoffen, dass man das Bremspedal früh genug findet - am besten, indem man auf einen weiteren Film verzichtet.

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