Wenn der Megalodon zurückkehrt und nicht allein ist, wird er wohl kaum King Kong, Godzilla und Gargoyle im Schlepptau haben. Obwohl, bei Asylum weiß man nie.
Ein Schiff der US-Marine greift eine chinesische Spionin auf, während sich ihnen ein weiteres Kriegsschiff nähert. Doch dies ist nicht die einzige Sorge der Crew um Captain Emily Lynch. Denn drei urzeitliche Riesenhaie umkreisen die Gewässer vor San Diego…
Es ist ein grundlegendes Problem, wenn sich ein Großteil der Handlung nahezu ausschließlich an Bord eines Schiffes abspielt und der Feind lange Zeit nur sporadisch attackiert. Deshalb fügte das Skript das Taktieren zweier Großmächte hinzu, bei dem die Chinesen natürlich nicht so gut aussehen. Aus Kostengründen befinden sich auf dem US-Kreuzer allenfalls ein Dutzend Leute, auf dem chinesischen Schiff sind es nur vier.
Was am Rande für Abwechslung sorgen soll, ist das parallele Agieren eines relativ ranghohen Militärs. Beim Vorgänger von 2018 war dies Michael Madsen, der nur herumsaß und delegierte, hier ist es Tom Sizemore, der ebenfalls nur einmal aufsteht und eine mittlerweile traurige Gestalt abgibt. Vor allem, wenn er an den Knüppeln einer augenscheinlichen Spielekonsole herumrüttelt, als würde er zum fünften Mal gegen den Endgegner verlieren.
Dabei steuert er nur eine Unterwasserdrohne.
Was dem Werk definitiv fehlt, sind Action und damit verbundene Schauwerte, denn das Geschwafel der wenigen Beteiligten ermüdet auf Dauer merklich. Zerstörte Docks sind per CGI mehr schlecht als recht in Szene gesetzt und bis zum Strand mit potenziellen Menschenopfern gelangen die Viecher erst gar nicht. Ohnehin findet kaum ein Blutvergießen statt, indes beißen die Riesenhaie auch mal in die Kante eines Schiffes wie bei einem Stück Sandwich, was den Showdown zumindest einigermaßen unterhaltsam gestaltet. Die Megalodons sind okay gestaltet und auch die Bewegungsabläufe sind, zumindest unter Wasser authentisch ausgefallen.
Ansonsten treibt der Score zwar latent an und zwei, drei Mimen stechen positiv hervor, doch unterm Strich findet der Stoff von Asylum zu ihren Wurzeln zurück, nämlich zu dem was unbeholfen, lahm und hölzern, jedoch nicht witzig oder trashig rüberkommt.
Ergo kein Hailight.
3 von 10