Review

Wrath of Woman


„Copshop“ ist die ideale Mixed Doppelpartnerin für den früher dieses Jahr erschienenen, super starken und von mir in der Überschrift zitierten Guy Ritchie Actioner. Oder den vor ein paar Jahren erschienenen Gefängnisknaller „Let Us Prey“. Viel mehr als nur ein weiteres Frank Grillo-DTV-Vehikel. Ab nächsten Monat erstmal exklusiv auf Netflix kam es mir jüngst zu Ohren. Ein klasse Throwback in simplere Zeiten. Stylisch und rigoros. Eine Nacht in einem abseitigen Gefängnis wird für Wächter wie Insassen zur Hölle, als sich ein berüchtigter Mafiakiller einsperren lässt, um vor Mord, Gefahr und Totschlag geschützt zu sein. Doch er hat diese Rechnung nicht mit einem seiner beinharten Verfolger und Gegner gemacht, der plötzlich in der Zelle gegenüber untergebracht ist…

Das begrenzte Setting aus „Assault on Precinct 13“. Die Grindhouseattitüde und lässigen Sprüche nicht weit weg etwa von „Death Proof“. Die bullige Grundaggressivität eines Gerard Butler-DTV-Vehikels. „Copshop“ ist schon ein Schmankerl und definitiv eine sehr gute 7 für mich. Grillo erkennt man kaum und er verschmilzt positiv mit seiner Rolle. Fast versprüht er etwas 90er-Feeling a la „Desperado“ und Co.. Die Hauptheldin hat es in sich und kickt ass, ohne aufgezwungen oder gewollt zu wirken. Der Gewaltgrad ist nicht zimperlich. Cooler Soundtrack. Macht eine Menge aus seinem Budget. Es gibt einen der psychopathischeren Killer der letzten Jahre. Der Humor kommt schwarz und pur. Geheimtipps kommen kaum rotziger. Und das Ende könnte sogar verheißungsvoll auf ein Sequel hindeuten. On the Road. Ich denke nicht, dass da jemand nein zu sagen würde. Also: unbedingt nächsten Monat streamen oder eine Disc importieren und einen unbeschwerten, oldschooligen Abend genießen! 

Fazit: wenn Tarantino und Carpenter eine Urenkelin hätten. So geht spanende, harte und lässige Exploitation heute! 

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