Bevor es für die Kids ab aufs College geht, möchte Familie Samson noch einmal gemeinsam den Sommer in einem extra angemieteten kalifornischen Ferienhaus am Strand verbringen... und gerät dabei im wahrsten Wortsinn vom Regen in die Traufe: Nicht nur, dass der Keller des Hauses aufgrund eines Rohrbruchs gänzlich unter Wasser steht, ein aufziehender Orkan lässt zudem auch noch den Meeresspiegel rapide ansteigen (oder so). Beim Herumplanschen mit Sohnemann Tucker im Ozean wird die Nachbarstochter Becky von einem gefrässigen Hai attackiert und das Unwetter sorgt dafür, dass eine Flucht mit dem Auto unmöglich ist und man im Haus festsitzt. So richtig Panik kommt aber erst dann auf, als eine Flutwelle den besagten Raubfisch in die Bude spült und dieser prompt den herbeigerufenen Klempner auffrisst... The Asylum macht mal wieder in Haien, auch wenn in dem Tubi-Original "Swim - Schwimm um dein Leben!" (der von der Prämisse her übrigens Alexandre Ajas "Crawl" nicht gänzlich unähnlich ist) kein Mega-, Mecha- oder Sonstwas-Shark, sondern nur ein normalgroßes und "gewöhnliches" Exemplar seiner Gattung (aus dem PC!) sein Unwesen treibt. Drehbuchautor Anthony C. Ferrante ist die Angelegenheit dann auch um einiges ernsthafter Angegangen als bei seinen hauseigenen "Sharknado"-Streifen und hat sich ein - so scheint es zunächst - einigermaßen realistisches Szenario aus den Fingern gesogen, während Fließband-Filmer Jared Cohn hier mal einen auf dicke Hose macht und mit seinen Breitwand-Bildern im Seitenverhältnis 2,39:1 doch glatt ein wenig Kino-Feeling heuchelt. Und wenn hier nicht wie immer in typischer The Asylum-Billigmanier bei der Umsetzung gar so heftig geschlampt worden wäre, dann hätte aus "Swim - Schwimm um dein Leben!" auch tatsächlich was werden können, denn selbst wenn hier zur Abwechslung mal nicht bewusst-überzogener Trash auf dem Plan steht, so ist das Ergebnis im Endeffekt doch ebenso nur für die Tonne: Da sehen die digitalen Effekte rund um den Hai mal wieder so richtig scheisse aus, während des vermeintlichen Orkans herrscht ganz offenischtlich strahlender Sonnenschein, da schwimmt der ausgewachsene Raubfisch munter im Wohnzimmer seine Bahnen, wo das Wasser nur kniehoch steht und wenn da am Ende der Pazifik so weit ansteigt, dass die Malibu-Strandhäuser bis zum Dach geflutet werden (!), dann isses nicht mehr weit hin bis zu Verhältnissen, wie sie "Waterworld" einst beschrieben hat und man wartet nur darauf, dass Kevin Costner um die Ecke geschwommen kommt. Filmfehler über Filmfehler ergänzen sich hier also zu einem kapitalen Schwachsinn, der mal wieder einen unrühmlichen Tiefstpunkt in Sachen Tierhorror markiert und bei dem jeder für sich selbst abwägen muss, ob man ihn nun besser oder schlechter als den sehr ähnlichen, chinesischen "Shark Escape" aus demselben Jahr findet... der ist auch massiv kacke, aber 20 Minuten kürzer. Fazit: Schwimmt im Haifisch-Becken nicht oben auf, sondern säuft ganz flott ab...
3/10