In Hobbs Grove, einem alten Landstrich, entsteht ein Halloweenfreizeitpark. Dafür werden spezielle jugendliche Mitarbeiter angeworben. Doch bald kommt es zu ungewöhnlichen Vorfällen, während eine der Jugendlichen in Visionen das Unheil sieht, welches diesen Ort verflucht. Was steckt bloss dahinter?
Mit Dark Walker ist dem Full Moon Productions Team ein Film gelungen, der sich nahtlos in die unzählige Liste ihrer Billigfilme einreiht. Dass dabei dann gewohnte Thematiken und Klischees aufgefahren werden, sollte keinen verwundern, denn bei solchen Filmen, speziell dieser Firma sollte man eh keine Innovation erwarten. Sowas ist in diesem ausgelutschten Genre eh schon nicht mehr möglich. So bleibt am Ende doch wieder bloss ein ungruseliger Splatterfilm mit einem Monster, dass sich in all seiner Inszenierung und Darstellung durch etliche andere Vertreter klaut. Das dabei die ausgesuchten Charaktere wiedermals Abziehbildchen unserer Generation sind, ist genauso vorhersehbar, wie die Begabung eines Mädchens, in die Vergangenheit blicken zu können, wenn sie gewisse Dinge berührt. So weit, so lustig und banal. Das dabei dann der immerbreite Kiffer, die blonde Tussi und die Gothic"nutte", wie sie sich selbst nennt, nicht fehlen dürfen, sollte genauso klar sein, wie die Notwendigkeit von blutigen Effekten. Muss man ja zeigen, sonst würde das Publikum aufgrund desaströser und vorhersehbarer Abläufe noch einschlafen. Und so ist dass wohl, wie in so vielen Filmen dieser Art, der letzte Wehrmutstropfen. Was ja ohnehin schon der Grund sein sollte, so was zu schauen, schliesslich prangt auf dem verheißungsvollen Cover die Inschrift dick und fett „Splatter". Ja schön, das mag jeden interessieren, zumindest jene, die sich abseits von filmischen Qualitäten gerne niederen Instinkten hingeben und gerne mal vollkommen hirnlos nach Blut lechzen. Aber da ist dann leider, vielleicht genau wegen seiner Erwartungen die nächste Entäusschung vorprogrammiert. Zu allem Übel wird maßlos verdunkelt. Diese Selbstzensur zerstört die ohnehin schon miesen Goreeffekte nochmals um so einiges. Sofern man dieses lilarotes glibberige Zeug denn als Blut ansehen möchte. Zwar fährt der Film mit seinem Horrorattraktionsdorf mit massig netten Reliquien auf, doch von Atmosphäre ist hier dank platter, klischeebeladener Dialoge selten die Rede. Da kann das hässliche Monster, dass mal wieder eine Mischung aus inzestuösem und verkümmerten Sohn darstellt, auch nichts mehr retten.
Fazit:
Dark Walker ist billigster Teenie - Monster - Slasher - Splatter in routiniert solider Form. Tausendmal dargewesen und tausendmal besser umgesetzt. Kein kompletter Durchfall an filmischer Grütze, aber weit unter den Erwartungen liegt dieses Produkt allemal zurück. Oder auch nicht, denn allein der Name Full Moon ist schon Garant für immergleiche Grützesplatter.
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