iHaveCNit: Sundown – Geheimnisse in Acapulco (2022) – Michel Franco – Ascot Elite
Deutscher Kinostart: 09.06.2022
gesehen am 04.05.2022 in OmU in der Spotlight-Sneak
Arthouse-Kinos Frankfurt – Große Harmonie – Parkett - Reihe 4, Sitz 9 – 21:00 Uhr
Genauso holprig, verwirrend und unvorhersehbar wie der Film meiner letzten Spotlight-Sneak vom Mittwoch, den 04.05.2022, war auch der gesamte Kinoabend. Leichte Abweichungen bei meineer Hinfahrt zum Kino, technische Probleme, Personalknappheit und dann auch noch ein Film, den ich nicht auf meiner Liste hatte waren dann doch wieder mal eine interessante Kino- und auch Filmerfahrung mit Michel Francos „Sundown – Geheimnisse in Acapulco“ mit Tim Roth in der Hauptrolle, den ich am Ende des Abends mit einer Note 3 gewertet habe und nicht noch einmal in der deutschen Fassung sehen werde.
Eine Gruppe von 4 Leuten, ein älterer Mann, eine Frau, ein junger Mann und eine junge Frau machen Urlaub in Acapulco. Bis ein Anruf die Frau und die Reisegruppe wieder in die britische Heimat ziehen soll. Denn die Mutter der Frau ist zunächst in einem gesundheitlichen kritischen Zustand, woran sie dann auch letztendlich sterben wird. Am Flughafen fällt dem älteren Mann ein, dass er seinen Reisepass im Hotel vergessen hat und noch einmal zurückfährt und der Gruppe später nachfliegen wird. Aus der Entscheidung des älteren Manns werden Tage und Wochen – eine Entscheidung, die folgenschwer wird.
Die Beschreibung des Films ist sehr abstrakt und nebulös gehalten. Der Einstieg in Michel Francos Film „Sundown“ ist bruchstückhaft, holprig und es dauert durchaus, bis man so langsam für sich alles zusammenfügen kann und versteht, worauf der Film hinaus möchte. Der Film gibt einem eben nur das an die Hand, was in seiner chronologischen Abfolge auch passiert. In seinen kurzen und knappen 83 Minuten dauert es aber etwas, bis aus der Verwirrung Klarheit wird und sich aus unvorhersehbaren Ereignissen eine Spannung und Dramatik sowie durchaus auch die Sympathie in dieser kurzen Zeit gegenüber dem von Tim Roth gespielten Hauptcharakter entwickelt. Interessant ist auch die Inszenierung, die mit eher statischer Kameraführung und Einstellungen sowie mit vorwiegend natürlicher Beleuchtung auskommt und fast gänzlich auf einen musikalischen Klangteppich verzichtet und sich rein auf die organische Musik aus der Umgebung verlässt. Insgesamt eine interessante Film-Erfahrung, bei der es aktuell nur bei dieser Sichtung in der Originalfassung mit Untertiteln bleiben wird.
„Sundown – Geheimnisse in Acapulco“ – My First Look – 7/10 Punkte