Die Dokumentarfilmerin Margot besitzt eine dunkle Vergangenheit. Als sie im Internet auf Informationen ihrer Verwandtschaft stößt, begibt sie sich in eine abgelegene Amish-Gemeinschaft in der Hoffnung, Antworten über ihre lange verschollene Mutter und ihre Großfamilie zu erfahren. Nach einer Reihe seltsamer Vorkommnisse und unerwarteten Entdeckungen muss sie feststellen, dass diese Gemeinschaft nicht das ist, was sie zu sein scheint.
Ich war sehr zwiegespalten ob ich mir den 7. Teil der Reihe tatsächlich antun möchte. Naja, wenn man wenig Auswahl hat, traut man sich dann doch mal. Ich wurde eigentlich sehr positiv überrascht.
Der Film hat eigentlich nur entfernt noch mit der eigentlichen Paranormal Activity-Reihe zu tun. Mir gefällt das Setting im allgemeinen sehr, alles wurde sorgfältig gewählt. Das einbringen von "Amish" finde ich gelungen, da von diesen rückständigen, sehr religiösen Gruppen sowieso von vornherein immer etwas mysteriöses ausgeht und man sich wie in einer anderen Welt befindet. Ein wenig hat mich im Nachhinein alles sehr an Midsommar erinnert, der angeblich sich seine Hörner abstoßende Kurzzeit-Aussteiger, der angeblich zu sich selbst finden will, obwohl das eigentlich Teil eines perfiden Plans ist.
Grundlegend präsentiert der Film nichts neues, sicherlich hat man alles schonmal irgendwo gesehen, dass stört aber nicht und fügt sich gut zu einem Gesamtbild zusammen. Die Schauspieler machen Ihre Sache durchweg gut, dass man eigentlich nichts zu meckern hat. Effekte und Masken sind professionell gemacht und lassen eigentlich auch nicht viel Platz für Beanstandungen.
Der Film wird auch im Gegensatz zu den anderen Teilen auch genügsamer erzählt, es vergeht schon einige Zeit bis tatsächlich etwas passiert, was mich aber gar nicht gestört hat. Man muss sagen, einiges hätte man durchaus etwas dezenter umsetzen können, da dem aufmerksamen Zuschauer sonst zu schnell das Ende vorweggenommen wird und sehr vorausschaubar ist.
Bis auf diese kleinen Kritikpunkte wurde ich gut unterhalten, daher wage ich tatsächlich eine 7/10.
Vielleicht hätte man hier eher einen eigenständigen Film schaffen sollen, aber Verkaufen lässt es sich nunmal besser unter einem großen Namen.