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Battle Royale 2 ist ein Film, der von einer Generation angefangen wird und von einer anderen beendet wird. Damit sind die beiden Regisseure Kinji und Kenta Fukasaku gemeint. Kinji Fukasaku hat im Jahr 2000 den Film Battle Royale abgeliefert und dieser wurde in Fankreisen hoch geehrt. Battle Royale 2 dagegen wurde von Kinji Fukasaku zwar angefangen, er wurde aber von dessen Sohn Kenta Fukasaku beendet, da Kinji Fukasaku während der Dreharbeiten verstarb. Als Battle Royale 2 herauskam, wurde er von vielen Fans gehasst, da viele meinten, dass er nicht an die Klasse des ersten Teils herankommt. Und auch wenn die Story- Weiterführung etwas komisch ist, gefiel Teil 2 mir genauso gut wie Teil 1.
Geschichte: Drei Jahre sind seit den Geschehnissen von Teil 1 vergangen. Nanahara (Gewinner des Battle Royale in Teil 1) hat sich eine Armee aufgestellt in Gestalt von Jugendlichen. Diese Armee hat den Erwachsenen den Krieg erklärt. Nanahara ist inzwischen zum Spitzenterrorist Nr. 1 auf der Welt geworden. Er und seine kleine Privatarmee haben sich auf einer Insel im Meer verschanzt. Die Regierung hat den Standort der Armee ausfindig gemacht und eine weitere Schulklasse wird wieder mit Waffen und Sprengstoff- Halsbändern losgeschickt um das Battle Royale 2- Gesetz auszuführen. Die Klasse wird mit Booten zur Insel gefahren und muss schon bei der Ankunft erkennen, dass Nanaharas Armee nicht umsonst als schwer gefährlich gilt. Unter den Teilnehmern befinden sich natürlich wieder Freiwillige.
Soviel zur Story. Der Gewaltgrad ist wieder einmal sehr hoch angesiedelt (wie die Kehlen alle explodieren, es könnte nicht blutiger sein). Der wahrscheinlich populärste Schauspieler aus den Battle Royale- Filmen, Takeshi Kitano, hat hier nicht mehr einen so großen Auftritt wie in Teil 1. Hier sieht man ihn nur noch in Rückblenden. Aber dass er kaum im Film ist, stört nicht weiter. Battle Royale 2 ist sehr anders als Teil 1 und das ist sehr positiv, denn ein Duplikat wäre hier absolute Fehlanzeige. Die Schauspieler sind wie in Teil 1 sehr gut (Japan scheint halt gute junge Schauspieler zu haben). In Teil 1 hieß es: Action und Splatter. In Teil 2 heißt es: Kriegsfilm und Splatter. Die Action in Teil 2 ist eindeutig armeeorientiert und das merkt man auch. Sadisten gibt es hier keine (die Leute, die genau das an Teil 1 mochten, werden hier schwer enttäuscht sein). Bis auf Bluteffekte bei den aufgesprengten Kehlen gibt es fast gar keine hier. Bei Teil 2 steht die Dramatik der jungen Revolutionärer im Vordergrund und die Kriegsaction.
Storymäßig geht Teil 2 noch ein gaz schönes Stück weiter als Teil 1. In Teil 1 war der Versuch zu überleben in einer Schulklasse zu sehen. In Teil 2 geht es gleich um ein gesamtes System, das einen mächtigen Gegner hat, Teenies.
Teil 2 ist trotz des starken Ausholens der Story doch eine spannende Kriegsfortsetzung des Splatterstreifens von Kinji Fukasaku. Gute Schauspieler, gute Action und unterhaltende Dialoge hat die Fortsetzung zu bieten. Ein würdiger Nachfolger, 8/10 Punkte.

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