Review

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft

Um den eigenen Laden zu retten, steigt das wenig erfolgreiche Metzgerspaar Pascal auf „veganes“ Menschenfleisch um. Nachdem ihnen das erste Opfer quasi zufällig unter die Räder kommt, muss beim Fleischnachschub schon etwas geplanter vorgegangen werden. Zum Glück schaut Madame Pascal leidenschaftlich gerne True-Crime-Sendungen und ihr Ehemann versteht sich aufs Zerteilen...

Die Metzgerei, die aufgrund widriger Umstände ihr Angebot erweitert, kennt man schon, spätestens seit dem dänischen THE GREEN BUTCHERS (2003). Aber da Fleischverzehr seit einiger Zeit zum Politikum geworden ist, bietet sich eine Neuauflage durchaus an.

Fabrice Eboués schwarze Komödie hat zwar ihre galligen Momente, ist insgesamt aber viel zu nett und harmlos, um dem Thema wirklich relevante Aspekte – oder bissige Gags – abzugewinnen. Bisweilen erscheint der Film trotz seiner oberflächlich anarchischen Ausrichtung richtiggehend reaktionär. Viele der Veganerwitze könnten so auch von konservativen Kaberettisten stammen und die Darstellung der Veganer als gefährliche Fundamentalisten lässt manchen Lacher im Halse steckenbleiben.

Aber die Essenskultur der Franzosen ist eben – wie im Film gesagt – unter anderem auf Kalbsfleisch und Gänsestopfleber aufgebaut.

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