Review

Tobe Hooper, uns allen als meisterhafter Regisseur in Erinnerung, legt hier einen absolut bemitleidenswerten Film hin. "Crocodile" ist Tierhorror auf primitivsten und abgedroschensten Niveau.

Es liegt nahe, den Film aufgrund seiner Thematik mit "Lake Placid " zu vergleichen: Und in diesem Vergleich hat "Crocodile" einfach die schlechteren Karten. Was bei "Lake Placid" selbstironisch und augenzwinkernd rübergebracht wird, verpackt Tobe Hooper in "Crocodile" als 08/15-Teenager-Horrorstreifen mit Tiermotiv, ohne dem Film irgendwelche Impulse oder besondere Akzente zu versetzen. "Lustlos heruntergekurbelt " scheint hier der passende Ausdruck zu sein. Selbst die Szene, in der einer der Jugendlichen in der Waldhütte zur Kettensäge greift und überlegt, ob er eventuell damit das Krokodil zur Strecke bringen kann (na, an welchen Film mag der Regisseur da wohl erinnern wollen ?), wirkt im Zusammenhang des Films eher selbstbeweihräuchernd als selbstironisch.

Die Story ist in jeder Sekunde unlogisch und völlig hirnverbrannt ( Teenager flüchten vor dem Krokodil, springen ins Wasser, laufen mehrere Kilometer durch den Wald, aber die Hauptdarstellerin muss unbedingt ihren doofen Rucksack mitschleppen !). Überhaupt: Selten hat man so nervtötende Teenager gesehen wie hier, und man muss wirklich einmal sagen, dass es besser gewesen wäre, wenn sie allesamt gleich zu Beginn des Films vom Krokodil verspeist worden wären. Leider kann man über die Doofheit der Darsteller noch nicht einmal schmunzeln sondern nur noch den Kopf schütteln.

Das Krokodil selbst ist einigermaßen geglückt und wird teilweise computeranimiert teilweise als klassisches Papmaschee-Monster in Szene gesetzt. Höhepunkte sind die härteren Effekte, die in ihrer Detailfreudigkeit allerdings noch recht moderat sind, auch wenn hier und da mal ein abgetrennter Kopf oder eine Hand gezeigt werden.

Fazit: Schwacher Tierhorrorfilm; da er von Tobe Hooper stammt, um so enttäuschender !

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