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Bis dato hielten sich „Die heilige Bestie der Kumas“ und „Alligator 2 – Die Mutation“ die Waage im Kampf um den ödesten Panzerechsengrusel, aber „Crocodile“ schlägt alles.

Etwas Dümmeres und Öderes hat die Welt nicht mehr gesehen und das ist noch bedenklicher, wenn man in den Vortiteln liest, daß der ehemalige Kultregisseur Tobe Hooper das Teil verbrochen hat.
Wieder mal macht eine Gruppe grenzdebiler Jugendlicher Urlaub in einer unzugänglichen Sumpfgegend a la Florida, wo seit einem Jahrhundert ein monumentales Nil-Krokodil vor sich hinsiecht, bis zwei abgefüllte Fettsäcke, die angeln wollen, obwohl sie kaum gerade stehen können, das gefüllte Nachwuchsnest zerdöbern.

Wie sich das elefantengroße Vieh so ganz allein fortpflanzen konnte (Flugbestäubung wird’s ja wohl nicht gewesen sein) mal beiseite, packen natürlich Hirni und Co ein verbliebenes Ei in einen Partyrucksack (bestimmt von nem großen Vogel, höhö), worauf die Fetenjungs und Mädels von Kroki verhackstückt werden.

Was aber ultimate Scheiße am Stiel ist, sind die Charaktere (die erbärmlichen Schauspieler wiederum mal beiseite), die bestimmt alle Jackassfolgen auswendig kennen und sich außer ums Saufen nur um ihre Beziehungsprobleme kümmern, selbst wenn ihnen schon das halbe Bein abgebissen wurde.

Nervtötend ausgiebig wird uns da ein kreuzdoofes Bumsblondchen vorgeführt und eine andere Tussi ist lediglich an ihren nicht vorhandenen Pickeln und ihrer Frisur interessiert.
Zwischen haut das Krokodil mal dazwischen, aber das geschieht so selten, daß man das übrige Gefasel schon als Gehirnwäsche werten kann.

In einer besonders hassenwerten Szene kreischen sich die letzten drei Überlebenden wie die Wilden an, weil der Verletzte in der Schubkarre weitergeschoben werden will (während er weiter fleißig die Umwelt mit Insektenspray angreift), während die anderen schön hysterisch am Ende sind.
Zum guten Schluß finden wir dann endlich das Ei, aus dem im letzten Moment das Mini-Kroko schlüpft, nachdem einer der drei bereits verschlungen, wieder ausgekotzt und erfolgreich wiederbelebt wurde.
Allerdings ist das Monstervieh in den Tagszenen so erbärmlich computergeneriert, daß die Maße im Vergleich zur Nacht und zum Schwimmmodel gar nicht stimmen können.
Begrabt das Ding im Sumpf und Mr.Hooper sollte sich ein neues Betätigungsfeld suchen – Pizzaboten werden immer gesucht. (1/10)

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