Das Tech-Unternehmen „Bubble“ bringt den B-bot raus, einen kleinen Roboter, quasi ein fahrendes Smartphone für die dauernd online postenden und likenden Leute. Und so macht sich der kleine Bot auch in der Mittelschule von Nonsuch breit. Alle haben einen B-bot, nur Barney nicht. Über Umwege gelangt er schließlich noch an einen, doch scheint dieser sich nicht wie die anderen zu verhalten.
Und schon ist man mittendrin in der Geschichte. Diese ergründet, was Freundschaft ausmacht, welche Interaktion zwischen den Menschen hierfür wohl Voraussetzung ist und wie das permanente Glotzen auf's Smartphone (oder eben den B-bot) Menschen trotz tausend Followern alleine sein lässt.
Die Kritik wird weitläufig eingebracht, wenn auch nicht mit Nachdruck formuliert. Vieles wird kurz angerissen. Die Oberflächlichkeit, Konzerninteressen, mangelnde Kommunikation trotz dauernder Konnektivität. Die Verlagerung aller Tätigkeiten in die digitale Welt und der Umgang damit wird kommentiert und spielt hier eine zentrale Rolle.
Insgesamt ist der Film dafür aber eine ganze Spur zu lang geraten, da er seine Message über Individualität und Zwischenmenschlichkeit oft wiederholt und man sie schon lange verinnerlicht hat.
Der Humor reicht von Rons Eigenheiten über Slapstick bis zu mancher Absurdität. Richtige Brüller sind allerdings nicht dabei, für ein Schmunzeln hier und da reicht es aber. Und Ron ist schon recht knuffig.
Die Figuren entwickeln sich in geplanter Weise, was recht vorhersehbar ist, bisweilen auch simpel gelöst (Mobber). Barneys Beliebtheit am Ende kann man ebenfalls durchaus kritisch sehen, wenn man hinterfragt, worauf diese denn nun beruht.
Das Gesamtpaket bietet einfach Licht und Schatten, wobei das jüngere Publikum insgesamt mehr Spaß haben dürfte. Und auch optisch bleibt es zwiespältig. Sind das Figurendesign und die Umgebung oftmals für meinen Geschmack eher flach geraten, geben sich andere Umgebungen wie die Blätter im Wald oder die „cloud“ recht chic animiert.
So ist „Ron läuft schief“ ein durchschnittlicher Spaß ohne wirkliche Höhepunkte, der in seiner Message zwar beachtenswert, in der Ausführung aber zu konventionell ist. Kein Pflichtprogramm.