In einem Wiener Freudenhaus der K. und K. Zeit feiert der Oberst mit seinen Offizieren ein Gelage mit Wein, Gesang und drallen Frauen. Es ist der Junggesellen Abschied des Leutnants Ferdinand Hutter ( Peter Planer ) der mit einer Dirne ( Christine Schuberth ) in einem Zimmer seine „Jungfräulichkeit“ verlieren will. Er ist verzweifelt, da er doch morgen die Baronesse heiraten soll und er nicht der Sexprotz ist für den ihn alle halten. Als er droht sich das Leben zu nehmen, schreitet die Dirne ein und kann ihn beruhigen und dazu bringen aus seinem Leben zu erzählen...
Es folgen Episoden aus seinem Leben beginnend als kleines Kind bis zur Baronesse. Diese Episoden sind teilweise sehr erotisch, oft nahe der Pornographie, über Spiegel, hinter beleuchteten aufgehängten Bettlaken, durch Astlöcher, unter Holzlatten der Umkleidekabinen der Strandbäder und so weiter dargeboten. Es wird an Würstchen lustvoll geleckt, am Daumen sinnlich gelutscht und die Röcke gehoben. Als Kind sieht er durch einen Spalt in dem Holzhäuschen des Kaspertheaters den Puppenspieler beim Akt mit einer Frau, als der Kasper das Krokodil mit einem Stock in die Flucht schlägt und das Häuschen wackelt während die Kinder draußen jubeln (!) Es wird die Frau Oberst von hinten genommen als sie gebückt aus dem Fenster ihrem Mann nachwinkt und im Rolladen eingeklemmt ist. Das war aber nicht er, da er Werkzeug holen war sondern ein Adjutant der die missliche Lage ausgenutzt hat. Auf dem elterlichen Dachboden findet er eine Kiste voller Pornobilder und Bücher seines Vaters aus der er das Buch der Josefine Mutzenbacher mitnimmt und seine Kameraden auf der Akademie zur Selbstbefriedigung ausleiht. Durch das Buch und durch unglückliche Umstände z.B. als er eine Pistole in der Hosentasche versteckt hat und die Damen die Ausbeulung der Hose anders gedeutet haben, hat ihn den Ruf als Sexprotz eingebracht. Es gibt obskure Szenen wie im Folterkeller eines Schlosses als zwei junge Dienstmädchen sich als Hexen ausgeben und nur mit Strapse bekleidet ein anderes Dienstmädchen quälen und mit Farbe bestreichen (!)...
Der Regisseur Kurt Nachmann greift auf die gleiche Dramaturgie und Stilmittel zu wie kurz zuvor die beiden Josefine Mutzenbacher Filme mit Christine Schuberth von 1970 und 1971, was erotisch dargestellt und doch streckenweise sonderlich ist. Der Humor ist nur spärlich vorhanden, das Erstaunen über einzelne Episoden um so mehr.
Fazit: Sexfilm der besonderen Art wie es wohl nur in den 70ern möglich war. Deshalb 7 von 10