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1988 kam ein Kampfsportfilm in die Kinos, der damals für den jungen J.C. van Damme den Durchbruch bedeutete, und heute zu den Besten seines Genres gehört. Die Rede ist natürlich von Bloodsport.
Die Handlung spielt in diesem Klassiker nur eine untergeordnete Rolle und ist nicht viel mehr als Mittel zum Zweck. Auch die Schauspieler sind nicht gerade die Besten: Van Damme stellt hier mal wieder unter Beweis, dass man auch ohne viel Talent eine Hauptrolle übernehmen kann (eine kleine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger Kickboxer meine ich aber trotzdem erkannt zu haben), Donald Gibb spielt ebenfalls einen Kumitekämpfer, ist aber nur selten im Ring zu sehen und ist ansonsten eher für die Komik zuständig. Die schauspielerisch beste Leistung gibt eindeutig Bolo Yeung ab, dem die Rolle des Bösewichts wie auf den Leib geschneidert zu seien scheint.
Nun kommen wir zum Besten des Filmes, und auch der Grund warum man sich Bloodsport immer wieder und wieder anschauen kann: Die Kämpfe. Diese sind sehr gut choreographiert, besitzen die nötige Härte und haben auch die nötige Realitätsnähe (von den riesigen Blutspritzern sehen wir jetzt einfach mal ab).
Ein weiterer Punkt der die Kämpfe sehr interessant macht ist, dass man sich hier nicht nur auf einige wenige Kampfstile beschränkt hat sondern statt dessen Kämpfer mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen gegeneinander antreten lässt.
Ebenfalls klasse ist die Atmosphäre die wären der Kämpfe herrscht: Wenn man Fight to Survive hört und gleichzeitig mit ansehen darf wie sich die Kumitekämpfer gegenseitig vermöbeln bekommt man fast Lust selbst mitzukämpfen. Leider konnte in keinem späteren Bloodsportteil jemals wieder diese Stimmung erreicht werden.....

Fazit: Trotz kleinerer Schwächen schafft es Bloodsport zu überzeugen und ist mit Sicherheit einen Blick wert. 8 von 10

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